Volkstheater der "Gemeinschaft"

3. Mai 2016, 13:21
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Zehn Uraufführungen in Anna Badoras zweiter Spielzeit

Wien – Zwanzig neue Produktionen kündigt das Volkstheater für die zweite Spielzeit der Intendanz Anna Badoras an. Darunter zehn Uraufführungen und zwei Erstaufführungen. Motto: Gemeinschaft. Den Auftakt am 9. 9. macht Dusan David Parízek mit einer Bühnenfassung von Katherine Anne Porters Roman Das Narrenschiff, das von der schrägen Gesellschaft auf einem deutschen Passagierschiff 1933 erzählt.

Badora, die ihrerseits Medea inszenieren wird (20. 11.), setzt weiter auf bewährte Regiekräfte: Yael Ronen kehrt mit Niemandsland aus Graz zurück, Victor Bodó legt Hand an E. T. A. Hoffmanns Kunstmärchen Klein Zaches, in einer Bühnenfassung von Péter Kárpáti. Philipp Preuss inszeniert Kasimir und Karoline, Milos Lolic Jelineks Rechnitz (Der Würgeengel); Nikolaus Habjan trägt den Religionsstreit in Nathan der Weise mit Schauspielern und Puppen aus.

Ebenfalls im Haupthaus treten Christine Eder und Musikerin Gustav (Team von Proletenpassion2015ff.) zur Revue Alles Walzer, alles brennt! an. Dem jungen Talent Felix Hafner überantwortet man Molières Menschenfeind.

Volx/Margareten und die Bezirke

Der Standort Volx/Margareten soll weiterhin eng an das Haupthaus gebunden bleiben; die Identifikation des Ensembles mit der Spielstätte sei hoch. Fünf der sieben Produktionen, die zum Teil mit dem Max-Reinhardt-Seminar und dem Jungen Volkstheater entwickelt werden, sind Uraufführungen. Dazu gehören Hose Fahrrad Frau des jungen Oberösterreichers Stefan Wipplinger, Thomas Glavinics Mugshots in Eigenregie oder Superheldinnen von Barbi Markovic.

Für die Bezirke-Tour steht ein gut abgemischter Viererpack bereit: Ingo Berk macht am 30. 9. den Auftakt mit der deutschsprachigen Erstaufführung von Mittelschichtblues von David Lindsay-Abaire. Es folgen Robert Seethalers Der Trafikant, eine Heimgartenrevue von Ed. Hauswirth und Goethes Stella. Mit einer Auslastung von derzeit knapp unter 70 Prozent zeigt sich der kaufmännische Direktor Cay Urbanek zuversichtlich. "Die erste Saison ist immer ein Investment". (afze, 3.5.2016)

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