Aktive Pensionisten für Wetterbeobachtungen gesucht!

3. Mai 2016, 12:41
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Ehrenamtliche ZAMG-Mitarbeiterin braucht Verstärkung

Uttendorf/Zell am See – Seit 25 Jahren beobachtet Melitta Maislinger Regen, Schnee, Wind und Wetter auf der Wetterstation Rudolfshütte auf 2.315 Meter Seehöhe in Uttendorf im Pinzgau. Sechsmal am Tag gibt die ehrenamtliche Wetterbeobachterin ihre Aufzeichnungen der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik nach Salzburg durch. Sie sucht dringend Verstärkung, doch bisher hat sich niemand bei der ZAMG gemeldet.

Angenehme Infrastruktur

Wenn das Drei-Sterne-Berghotel Rudolfshütte in der Zwischensaison geschlossen hat, ist die 60-jährige Salzburgerin tagelang alleine am Berg. Wie hält sie das aus? Fühlt sie sich einsam auf der Wetterstation? "Nein, ich bin gerne hier heroben. Wir haben einen interessanten Auftrag. Wir beobachten, wir messen und wir beurteilen. Langweilig wird es nie", sagt Maislinger.

An Annehmlichkeiten fehlt es ihr nicht. Die Wetterstation inklusive Küche und Schlafzimmer ist gut beheizt. Es gibt Internet und Fernsehen. Ein Tunnel führt in das nur wenige Meter entfernte Berghotel. Ist es geöffnet, so kann sie Hallenbad und Sauna benutzen und essen und trinken, was das Herz begehrt. Kost und Logis sind für die Wetterbeobachter frei.

Das Anforderungsprofil

Seit der Auflösung des bisherigen Teams im Vorjahr haben sich allerdings keine weiteren Wetterbeobachter mehr finden lassen. "Es sollten insgesamt fünf Personen sein, die sich abwechseln. Wir brauchen daher noch drei oder vier Ehrenamtliche", sagte Leo Hettegger von der ZAMG. Jeder sollte fünfmal im Jahr zwei Wochen lang auf der Wetterstation bleiben. Welche Fähigkeiten muss man mitbringen? "Die Grundvoraussetzung ist, dass man Interesse für das Wettergeschehen hat. Am idealsten sollte es jemand sein, der frisch in Pension gegangen ist und eine Aufgabe sucht."

Der Wetterbeobachter muss jene aktuellen Wetterzustände notieren, die von den automatischen Sensoren nicht erfasst werden. Die Aufzeichnungen betreffen beispielsweise die Form der Wolken, die Art der Niederschläge – von Graupelschauer über Nieseln bis zum heftigen Schneefall. "Die Beobachtungen werden im Umfeld der Station durchgeführt", schilderte Hettegger. Das gesamte Stationsnetz der ZAMG umfasst derzeit etwa 250 teilautomatische Wetterstationen, sechs Minitaklis-Stationen und mobile Messstellen. (APA, 3. 5. 2016)


Weitere Informationen zur Wetterstation Rudolfshütte bzw. Anfragen bei ZAMG-Mitarbeiter Leo Hettegger unter der Mobilnummer 0664 826 40 36

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