Medien in Somalia von Regierung und Terrormiliz bedroht

3. Mai 2016, 12:08
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Die Einschüchterung von Journalisten und Gewalt gegen Pressevertreter seien in dem Land am Horn von Afrika keine Seltenheit

Nairobi – Zum internationalen Tag der Pressefreiheit hat eine Menschenrechtsorganisation die vermehrten Angriffe auf Journalisten in Somalia angeprangert. Die Einschüchterung von Journalisten und Gewalt gegen Pressevertreter seien in dem Land am Horn von Afrika keine Seltenheit, erklärte Human Rights Watch (HRW) am Dienstag.

Sowohl die islamistische Terrormiliz Al-Shabaab als auch die Regierung seien für Angriffe auf die Pressefreiheit verantwortlich.

"Wir sind wie Fische in vergiftetem Wasser", wird ein somalischer Journalist in dem Bericht zitiert. Für den Bericht führte HRW Gespräche mit rund 50 Medienschaffenden. Demnach wurden seit 2014 zehn Journalisten in Somalia getötet.

Seit dem Sturz der Regierung von Siad Barre 1991 hat Somalia keine starke Zentralregierung mehr. Die sunnitischen Extremisten der Al-Shabaab kämpfen in dem Land um die Vorherrschaft, um dort einen sogenannten Gottesstaat zu errichten. (APA/dpa, 3.5.2016)

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