Massive FPÖ-Kritik an Van der Bellens Absage für ORF-"Bürgerforum"

3. Mai 2016, 10:26
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Der von den Grünen unterstütze Kandidat sagte die Teilnahme an der ORF-Sendung wegen Terminproblemen ab. FPÖ-Generalsekretär Kickl vermutet andere Gründe

Wien – Die FPÖ kritisiert den von den Grünen unterstützen Präsidentschaftskandidaten Alexander Van der Bellen massiv dafür, dass er nicht an der ORF-Sendung "Bürgerforum" teilnimmt. Geplant war ein Duell mit dem freiheitlichen Kandidaten Norbert Hofer, in dem Bürger Fragen stellen können. FPÖ-Generalsekretär Herbert Kickl sieht darin eine "Flucht vor Fragen der Bevölkerung zu heiklen Themen". Es sei ein "demokratiepolitisches Armutszeugnis der Sonderklasse" für jemanden, der auf seinen Plakaten Mut und Kraft affichiere.

Van der Bellens Wahlkampfmanager Lothar Lockl argumentiert die Absage mit Terminschwierigkeiten. Es gebe seit dem ersten Wahlgang mehr als hundert Medienanfragen an den ehemaligen Grünen-Obmann. Priorität hätten für Van der Bellen persönliche Diskussionen mit Bürgerinnen und Bürgern, insbesondere mit Jugendlichen. Es habe auch, anders als vom ORF berichtet, nie eine Zusage zu der Sendung gegeben.

Kickl: "Nagelprobe für den ORF"

Kickl vermutet anderer Motive. Van der Bellen befürchte, "im Gegensatz zu so manchen Fragen von rot-grünen Redakteuren" die Fragen von Bürgern nicht kontrollieren zu können. Die Situation sei nun eine Nagelprobe für den ORF, der die Sendung schließlich auch ohne Van der Bellen und nur mit Hofer ausstrahlen könne. "Wenn Van der Bellen nicht kommen will, dann bleibt sein Sessel halt leer, und Norbert Hofer beantwortet alleine die Fragen der besorgten Bürger."

Zum STANDARD heißt es aus Van der Bellens Wahlkampfteam, dass man sehr viele andere Termine wahrnehme. Es gebe schließlich auch eine Reihe von Duellen, etwa am 8. Mai auf Puls 4 und am 19. Mai im ORF. Hofer habe bei vielen Diskussionen mit Schülern und Studenten gefehlt, an denen Van der Bellen teilgenommen habe. (koli, 3.6.2016)

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