Infineon verdiente im zweiten Quartal mehr als erwartet

3. Mai 2016, 09:02
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Operatives Ergebnis steigt um 15 Prozent – Infineon erwartet etwas weniger Umsatzplus 2015/16 – Anhaltend hohe Nachfrage der Autoindustrie

Der Halbleiterkonzern Infineon hat dank hoher Nachfrage aus der Autoindustrie das zweite Quartal mit einem etwas höheren operativen Gewinn abgeschlossen als erwartet. Das bereinigte operative Ergebnis stieg von Jänner bis März gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 15 Prozent auf 228 Mio. Euro. Von Reuters befragte Analysten hatten im Durchschnitt mit 213 Mio. Euro gerechnet.

"Wir haben ein schwieriges Quartal sehr gut gemeistert. Umsatz und Ergebnis fielen leicht besser aus als erwartet", erklärte Vorstandschef Reinhard Ploss. Der Dax-Konzern kürzte allerdings seine Prognose für das Gesamtjahr leicht.

Erlösanstieg erhofft

Bei einem Umsatzplus von neun Prozent auf 1,61 Mrd. Euro erzielte Infineon im zweiten Quartal eine operative Rendite von 14,2 Prozent. Im Februar hatte Ploss die Erwartungen für das zweite Quartal gedämpft und im Mittel eine Marge von 13 Prozent in Aussicht gestellt. Im dritten Quartal rechnet der größte deutsche Chip-Hersteller mit einem Umsatzanstieg von zwei Prozent und einer bereinigten Rendite von 16 Prozent. Der französisch-italienische Konkurrent STMicroelectronics hatte vergangene Woche eine Belebung des Geschäfts im Frühjahr in Aussicht gestellt. Im Gesamtjahr sei ein Anstieg der Erlöse um zwölf Prozent zu erwarten – bisher hatte das Ziel etwa 13 Prozent betragen, davon will Infineon 15 bis 16 Prozent verdienen.

Mikrochips in Autos

Den stärksten Zuwachs verzeichnete die Hauptsparte, Chips für die Automobilindustrie, die rund 40 Prozent des gesamten Umsatzes ausmacht. Der Anteil von Mikrochips in Fahrzeugen steigt seit Jahren an. Zum einen werden immer mehr Assistenzsysteme wie Abstands- oder Müdigkeitswarner verbaut, zum anderen regeln die Bauteile auch neue elektrische Antriebe.

Infineon Österreich hat den Hauptsitz in Villach und beschäftigt in ganz Österreich rund 3.500 Mitarbeiter in Produktion, Forschung und Entwicklung. (APA, 3.5.2016)

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