Polizeigewerkschaft: In Wien fehlen 1.200 Beamte

3. Mai 2016, 08:41
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Angekündigte Neuaufnahmen des Innenministeriums gleichen laut Gewerkschaftschef gerade einmal die Pensionierungen aus

Eine Milliarde Euro mehr sollen der Polizei bis 2020 zur Verfügung stehen. Das war eine der ersten Presseaussendungen, die Innenminister Wolfgang Sobotka (ÖVP) Ende April unterzeichnete. Zusätzlich zu den bereits beschlossenen 1.500 neuen Posten in diesem Jahr soll es bis 2020 weitere 2.000 Neuaufnahmen geben. Zu wenig, wie Polizeigewerkschaftschef Hermann Greylinger (FSG) am Dienstag im Ö1-"Morgenjournal" sagte. Die geplanten Neuaufnahmen würden gerade einmal die Pensionierungen und Karenzierungen ausgleichen. Alleine in Wien fehlen laut Greylinger rund 1.200 Beamte, in der Steiermark etwa 400.

Außerdem würden die offiziellen Personalzahlen des Ministeriums nicht mit der tatsächlichen Zahl der Beamten in den Dienststellen übereinstimmen. In der Beantwortung einer parlamentarischen Anfrage sprach das Innenministerium von 441 Polizistinnen und Polizisten im Polizeikommando Wien-Innere Stadt. Laut Greylinger sind es aber nur 327 – 114 weniger. In der Polizeiinspektion Boltzmanngasse im neunten Bezirk sollen offiziell 57 Beamte ihren Dienst verrichten – eigentlich sind es laut Gewerkschaft aber nur 40. (red, 3.5.2016)

  • In den Dienststellen fehlen Beamte – die auf dem Papier existieren sollten.
    foto: apa/robert jaeger

    In den Dienststellen fehlen Beamte – die auf dem Papier existieren sollten.

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