Leicester City ist englischer Meister

2. Mai 2016, 22:56
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Tottenham spielt nach 2:0-Führung nur 2:2 bei Chelsea, damit ist der Klub von Christian Fuchs zwei Runden vor Schluss nicht mehr vom Thron zu stürzen

London – Eine der größten Sensationen im europäischen Vereinsfußball ist perfekt: Leicester City mit Christian Fuchs ist nach dem 2:2 (2:0) von Tottenham bei Chelsea am Montag erstmals englischer Meister. Zwei Spieltage vor Ende der Premier-League-Saison ist den Foxes damit der Titel nicht mehr zu nehmen.

Die Spieler des neuen Meisters, der am Sonntag gegen Manchester United ein 1:1 geholt hatte, verfolgten das London-Derby in der Villa von Torjäger James Vardy im Fernsehen. Der 30-jährige Außenverteidiger Fuchs ist erst der zweite Österreicher, der über den Titel in der Premier League jubeln darf. 1998 hatte Keeper Alexander Manninger mit Arsenal triumphiert. Fuchs twitterte kurz nach der Entscheidung "CHAMPIONS!!!!" und fügte ein hochemotionales Video hinzu.

Leicester-Trainer Claudio Ranieri war zum Zeitpunkt des Titelgewinns in der Luft. Er weilte bis zum Abend in seiner italienischen Heimat, um den 96. Geburtstag seiner Mutter zu feiern, und befand sich während des Abpfiffs im Flugzeug.

Die fernen (Meister-)Beobachter aus Leicester hatten bis zur Trendwende zu ihren Gunsten lang zu leiden, das Match dauerte 96 Minuten. Tottenham war dank des 25. Treffers von Harry Kane (35.) und eines perfekten Abschlusses von Heung-Min Son unmittelbar vor der Pause zu einer 2:0-Führung gestürmt.

Die Reaktion des entthronten Titelverteidigers blieb jedoch nicht aus. Innerhalb von 25 turbulenten Minuten erzwangen die Blues dank Gary Cahill (58.) und Joker Eden Hazard (83.) das Comeback in einem teilweise gehässigen Londoner Derby. Im Finish entglitt den an der Stamford Bridge auch im 26. Anlauf in Folge erfolglosen Spurs nicht nur die Chance auf den ersten Titel seit 1961, sondern mehrfach auch die Beherrschung. ÖFB-Verteidiger Kevin Wimmer kam bei Tottenham nicht zum Einsatz. (APA, red, 2.5.2016)

  • Leicester-Fans auf Wolke sieben.
    foto: reuters / eddie keogh

    Leicester-Fans auf Wolke sieben.

  • Ein Pub in Leicester im Ausnahmezustand.
    foto: reuters / eddie keogh livepic

    Ein Pub in Leicester im Ausnahmezustand.

  • Ein Traumtor von Chelseas Eden Hazard zum 2:2 bedeutete das Ende von Tottenhams Meisterhoffnungen.
    foto: reuters / dylan martinez

    Ein Traumtor von Chelseas Eden Hazard zum 2:2 bedeutete das Ende von Tottenhams Meisterhoffnungen.

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