Werder schickt Stuttgart in den Keller

2. Mai 2016, 22:20
164 Postings

Bremer gewinnen einen offenen Schlagabtausch mit 6:2 und verbessern sich auf Rang 15 – Stuttgart in höchster Not

Werder Bremen hat in einem spektakulären Abstiegsthriller den VfB Stuttgart demontiert und mit einem großen Schritt Richtung Klassenerhalt die Sorgen der Schwaben massiv vergrößert. Das Team von Trainer Viktor Skripnik setzte sich im ersten Montagsspiel der deutschen Bundesliga seit mehr als 16 Jahren mit einem furiosen 6:2 (3:1) durch zog damit am VfB vorbei auf Platz 15.

Beide Teams drängten immer wieder in Richtung des gegnerischen Strafraums. Stuttgart unterliefen dabei defensiv zu viele Fehler, die Werder eiskalt bestrafte. Die Stuttgarter rutschten aufgrund der schlechteren Tordifferenz hinter Eintracht Frankfurt auf Rang 17 und damit auf einen direkten Abstiegsplatz – mehr denn je droht nach dem 32. Spieltag der zweite Abstieg der Vereinsgeschichte, seit sieben Spielen ist die Elf von Jürgen Kramny ohne Sieg.

Endspielatmosphäre im Weserstadion

Bei echter Endspielatmosphäre legte Werder wild entschlossen los und kam durch Innenverteidiger Jannik Vestergaard schnell zum ersten Abschluss (2.). Der VfB verlegte sich zunächst aufs Kontern und deutete durch den quirligen Filip Kostic schnell seine Gefährlichkeit an (6.). Fin Bartels erzielte früh die verdiente Führung für die Gastgeber (10.), doch Daniel Didavi schlug in der 26. Minute per Linksschuss zurück, nachdem in der 17. Minute schon eine abgefälschte Kostic-Flanke auf die Latte geklatscht war.

Werder zeigte in einem Duell mit offenem Visier aber die größere Entschlossenheit. Ein kurioses Eigentor von Federico Barba über Przemyslaw Tyton hinweg brachte den Bremern das 2:1 (33.), noch vor der Pause erhöhte der kurz zuvor eingewechselte Levin Öztunali auf 3:1 (42.). Barba verkürzte nach dem Wechsel zwar schnell auf 2:3 (53.), doch Claudio Pizarro (64.), Bartels (79.) und der eingewechselte Anthony Ujah (86.) erhöhten noch vor 41.000 Zuschauern im ausverkauften Weserstadion, das Teile der Ultra-Fans wegen des ungeliebten Montagstermin mieden.

Chancen für Harnik, zwei Vorlagen von Junuzovic

Glück hatten die Bremer bei einem Kopfball von Martin Harnik an den Pfosten (37.). Der ÖFB-Flügelspieler hatte wenig später noch eine dicke Chance, als er an Wiedwald (45.) scheiterte. Unglücklich agierte Harnik, als er in der 86. Minute bei einem Zweikampf den Ball zurückspielte und so den Bremern zum sechsten Tor servierte.

Eine gute Partie spielte Zlatko Junuzovic (bis 88.), der Werders Treffer zum 3:1 und 4:2 vorbereitete, in der 50. Minute an Tyton scheiterte und einen gut angetragenen Freistoß knapp nicht über die Mauer brachte. Florian Grillitsch spielte bei den Bremern durch. (sid, red, 2.5.2016)

  • Ein herausragendes Fußballmatch mit entsprechender Stimmung im Weserstadion.
    foto: reuters/fabian bimmer

    Ein herausragendes Fußballmatch mit entsprechender Stimmung im Weserstadion.

  • Herzen mit dem zweifachen Torschützen Fin Bartels.
    foto: reuters/fabian bimmer

    Herzen mit dem zweifachen Torschützen Fin Bartels.

  • Ein gut angetragener Freistoß von Zlatko Junuzovic blieb leider in der Mauer hängen.
    foto: reuters/fabian bimmer

    Ein gut angetragener Freistoß von Zlatko Junuzovic blieb leider in der Mauer hängen.

Share if you care.