Hubschrauberabsturz in Norwegen: Alle 13 Insassen tot

2. Mai 2016, 17:27
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Opfer identifiziert

Bergen-Fillingsdalen – Bei dem Hubschrauber-Absturz in Norwegen am Freitag sind zweifelsfrei alle 13 Insassen ums Leben gekommen. Das haben Laboranalysen der gefundenen Leichenteile ergeben, wie ein Polizeisprecher am Montag im norwegischen Rundfunk sagte. Zwei Opfer hatten am Sonntag noch als vermisst gegolten, weil sie nicht gleich identifiziert werden konnten.

Der Hubschrauber mit Arbeitern einer Ölplattform war auf dem Rückweg nach Bergen nahe der Insel Turoy abgestürzt. Um die Unglücksursache zu finden, untersuchen Experten die Black Box der Maschine. Die beiden Piloten hatten vor dem Absturz keinen Notruf abgesetzt. Wenige Tage zuvor hatte der Hubschrauber einen Flug abgebrochen, weil eine Warnlampe geleuchtet hatte.

Flugverbot aufgehoben

Airbus hat das nach einem schweren Helikopter-Unglück am Freitag verhängte allgemeine Flugverbot für den Hubschrauber Super Puma wieder aufgehoben. Ersten Ermittlungen zufolge bestehe keine Verbindung zwischen dem Absturz mit 13 Toten und zwei Unglücken im Jahr 2012, sagte ein Sprecher am Montag. In Großbritannien und Norwegen würden die Maschinen des Typs H225 allerdings weiter am Boden bleiben, da diese Staaten eigene Flugverbote verhängt hätten.

Hubschrauber verlor Rotorblätter

Bei dem Absturz am Freitag kamen alle 13 Menschen an Bord ums Leben. Der Hubschrauber hatte elf Passagiere von einer Ölplattform des norwegischen Konzerns Statoil zur Küste bringen sollen. Augenzeugen zufolge lösten sich die Rotorblätter von dem Hubschrauber während des Fluges. Anschließend sei die Maschine in Brand geraten und es habe eine Explosion gegeben. (APA, Reuters, 2.5.2016)

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