"Volksblatt"-Kulturchef Andreas Hutter gestorben

2. Mai 2016, 14:29
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Völlig überraschend mit 53 Jahren – Seit 22 Jahren bei der ÖVP-Zeitung tätig

Linz – Der Kulturchef des "Neuen Volksblatt", Andreas Hutter, ist am Freitag völlig überraschend im Alter von 53 Jahren gestorben. Der studierte Publizist und Historiker arbeitete seit 1994 bei der ÖVP-Zeitung, unter anderem in den Ressorts Außenpolitik, Magazin und Wissenschaft. Seit 2001 leitete er die Kultur.

Vor seiner "Volksblatt"-Zeit war Hutter Dokumentar im Historischen Archiv des ORF-Fernsehens in Wien. Filmgeschichte blieb ein Schwerpunkt seiner Arbeit, zudem befasste er sich auch intensiv mit der Holocaust-Opferforschung – unter anderem mit dem Schicksal der Familie von Hollywood-Regisseur Billy Wilder in deutschen Konzentrationslagern. Immer wieder tat sich sein Team mit Eigenrecherchen auf der Suche nach den verschwundenen Linzer Klimt- und Schiele-Bildern hervor.

Nachruf in der Montagausgabe

Seine private Leidenschaft galt Italien, leicht zu erkennen an seinem Gruß "Buongiorno a tutti!", seiner Kleidung oder seiner geliebten gelben Barchetta. Besonders tragisch waren die Umstände seines Todes, wie Chefredakteur Christian Haubner in einem Nachruf in der Montagausgabe der Zeitung berichtete: Wenige Stunden, nachdem die Belegschaft bei der Beerdigung eines pensionierten Kollegen gewesen war, starb Hutter völlig unerwartet in der Redaktion. (APA, 2.5.2016)

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