Internet-Konferenz Republica: "Das offene Netz ist bedroht"

2. Mai 2016, 13:47
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Durch Plattformen wie Facebook oder Twitter

Zum Auftakt der zehnten Internet-Konferenz Republica haben die Macher die Notwendigkeit eines offenen Internets unterstrichen. "Wir machen uns immer mehr abhängig von immer weniger Plattformen, die uns einseitig die Regeln vorgeben", sagte Mitgründer Markus Beckedahl am Montag in Berlin mit Blick auf Netzwerke wie Facebook oder Twitter.

"Lassen Kontroll-Infrastruktur zu"

"Seit der ersten Republica reden wir über die Vorteile eine offenen Netzes. Aber dieses offene Netz ist bedroht." So komme es zu einer zunehmenden Überwachung und Kontroll-Infrastruktur, "die wir zulassen". Es gebe nicht mehr die Blogosphäre von früher, wo jeder seinen eigenen Blog hatte und selbst die Regeln definierte.

Deshalb müsse man darüber diskutieren, "wie wir es schaffen können, trotzdem noch als Bürger, als Menschen mit unseren Grundrechten in diesem Netz kommunizieren zu können", sagte Beckedahl.

Blogger, Politiker, Aktivisten

Auf der zehnten Republica versammeln bis Mittwochabend rund 8.000 Blogger, YouTuber und Politiker, Künstler, Netzaktivisten und Intellektuelle. Mehr als 700 Redner stehen auf 17 Bühnen, darunter der US-Soziologe Richard Sennett und Szene-Größen wie Blogger Sascha Lobo. Whistleblower Edward Snowden, der sich im Exil in Moskau befindet, war am Montagnachmittag live zugeschaltet. Einen thematischen Schwerpunkt bildet in diesem Jahr die Virtuelle Realität (VR). (APA, 2.5.2016)

  • Tanja Haeusler, Johnny Haeusler, Markus Beckedahl und Andreas Gebhardam (von links) eröffnen die diesjährige Republica.
    foto: republica

    Tanja Haeusler, Johnny Haeusler, Markus Beckedahl und Andreas Gebhardam (von links) eröffnen die diesjährige Republica.

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