Das beste Stück ... nachgefragt bei Caroline Peters

Kolumne8. Mai 2016, 14:00
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Michael Hausenblas fragt die Schauspielerin, warum sie ein kleines Holzkästchen liebgewonnen hat

"Das Holzkästchen auf dem Foto habe ich vor langer Zeit von meiner Nichte Lea zu Weihnachten geschenkt bekommen. Aber damit nicht genug: Im Kästchen befand sich von ihr gebastelter Schmuck aus Draht und Kronkorken. Ich war sehr gerührt.

Seit damals ist dieses Objekt so gut wie immer in meiner Nähe, die Inhalte wechseln. Ich würde sagen, es ist ein mobiles Minimöbel. Wenn ich auf Reisen bin, bewahre ich meinen Schmuck darin auf. Manchmal wandert das Ding auch mit ins Theater oder zu Dreharbeiten. In diesen Fällen kommen irgendwelche Talismane hinein.

Einmal fand ich auf dem Weg zu einer Premiere eine Kastanie, die sofort ins Kästchen kam. Die Premiere verlief sehr gut, also hab ich die Kastanie natürlich behalten. Was mit dem Schmuck meiner Nichte geschah? Nun, der wurde, wie soll ich sagen, entsorgt und kam in ein anderes Kästchen. Nein, Lea war nicht beleidigt.

Hin und wieder schaue ich mir ihren Schmuck an. Er ist schön und kindlich und fantasievoll, ein Ring aus der Kronkorkenkollektion ist stellvertretend im Kästchen geblieben." (Michael Hausenblas, RONDO, 6.5.2016)

Caroline Peters ist derzeit unter anderem in den Stücken "Bella Figura" und "John Gabriel Borkman" im Wiener Akademietheater zu sehen.

  • Caroline Peters: "Das Holzkästchen ist so gut wie immer in meiner Nähe, die Inhalte wechseln."
    foto: nathan murrell

    Caroline Peters: "Das Holzkästchen ist so gut wie immer in meiner Nähe, die Inhalte wechseln."

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