Mercedes kämpft mit Verschwörungstheorien

2. Mai 2016, 10:19
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Hamilton von Defekten gebremst – Wolff: "Reißen uns den Arsch auf, um ihm den bestmöglichen Wagen hinzustellen"

Sotschi – Sabotage? Oder gar Verschwörung? Die rätselhafte Formel-1-Pannenserie von Lewis Hamilton hat wilde Spekulationen ausgelöst und Mercedes in Erklärungsnot versetzt. Angesichts des Dauerpechs beim Weltmeister und des Erfolgslaufs des Stallrivalen Nico Rosberg haben die Chefs noch in Sotschi derartige Vorwürfe dementiert. "Wir reißen uns den Arsch auf, um ihm den bestmöglichen Wagen hinzustellen", sagte Motorsportchef Toto Wolff in Richtung Hamilton.

Mysteriöse Probleme am Energierückgewinnungssystem am Silberpfeil des Briten bleiben aber ungeklärt. In Sotschi, wo er immerhin Zweiter wurde, kamen noch Probleme mit dem Wasserdruck hinzu. "Die Verdächtigungen nahmen wilde Fahrt auf", schrieb der Telegraph. Während der Titelverteidiger in der WM immer mehr an Boden verliert, steuert Rosberg nach seinem siebenten Sieg in Folge auf seinen ersten WM-Triumph hin. Der Deutsche führt bereits 43 Punkte vor Hamilton. Rosberg rüstet sich aber bereits für Dämpfer. "Ich genieße es, es wird aber nicht ewig so weitergehen." Der 30-Jährige glaubt, dass sein Kollege, "massiv zurückschlagen" wird.

Hamiltons Murren wird jedenfalls allmählich lauter. Vor allem der Austausch einiger Mechaniker zwischen Hamilton und Rosberg zu Saisonbeginn, missfiel dem 31-Jährigen. "Das Team hat das plötzlich und aus keinem ersichtlichen Grund gewechselt."

Lauda: "Machen diese Fehler nicht absichtlich"

Teamaufsichtsrat Niki Lauda jedenfalls weist die Verschwörungstheorien zurück. "Da sind 1100 Menschen und sie alle versuchen, das Beste für beide Autos zu geben. Anders wären wir niemals dahin gekommen", sagte Lauda bei Sky. "Wir machen diese Fehler nicht absichtlich. Es sind menschliche Fehler, die jedem unterlaufen können."

Lauda will dem Motorproblem in der Mercedes-Rennfabrik nun selbst auf den Grund gehen. Am 15. Mai steigt in Barcelona das fünfte Saisonrennen. (APA, red, 2.5.2016)

  • Toto Wolff: "Wir versuchen für Lewis Himmel und Hölle in Bewegung zu setzen."
    foto: apa/ap/parks

    Toto Wolff: "Wir versuchen für Lewis Himmel und Hölle in Bewegung zu setzen."

  • Hamilton (re) läuft in der WM schon ein bisschen die Zeit davon.
    foto: reuters/maxim shemetov

    Hamilton (re) läuft in der WM schon ein bisschen die Zeit davon.

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