Leicester muss Meisterparty verschieben

1. Mai 2016, 17:20
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Foxes nach 1:1 bei ManUnited vorerst acht Punkte vor Tottenham, Spurs erst am Montag zu Gast bei Chelsea – Southampton: Triplepack von Mané gegen ManCity

Manchester – Noch ist die Zeit nicht reif für die Meisterparty von Leicester City. Das Sensationsteam um Christian Fuchs erreichte am Sonntag bei Manchester United ein 1:1 und liegt damit acht Punkte vor dem letzten Titelrivalen Tottenham. Die Spurs müssen am Montag bei Chelsea gewinnen, ansonsten hat Leicester die erste Meisterschaft der Klubgeschichte fix.

Doch auch bei einem Erfolg von Tottenham an der Stamford Bridge liegt der Vorteil klar bei Leicester. Dann würden den Foxes immer noch zwei Punkte aus den letzten Partien gegen Everton (heim) und Chelsea (auswärts) reichen.

Bessere Hausherren

Die Partie im Old Trafford stand zunächst klar im Zeichen der Hausherren, die in der 8. Minute in Führung gingen. Fuchs konnte eine Flanke von Antonio Valencia nicht verhindern, Anthony Martial wurde von der Abwehr sträflich vernachlässigt und bezwang Goalie Kasper Schmeichel.

Glücklicher Ausgleich

Doch die Gäste ohne den gesperrten Jamie Vardy schlugen mit ihrer ersten nennenswerten Offensivaktion zurück. Nach einer Freistoßflanke von Danny Drinkwater stellte Wes Morgan per Kopf auf 1:1. Danach hatte United zwar deutlich mehr vom Spiel, in zwei Aktionen aber auch Glück: In der 25. Minute übersah Schiedsrichter Michael Oliver einen Ellbogenschlag von Marouane Fellaini gegen Robert Huth, 14 Minuten später gab es nach einer Attacke von Marcos Rojo an Riyad Mahrez wohl zu Unrecht keinen Elfmeter.

Hektische Schlussphase

In der zweiten Hälfte lauerten beide Teams auf den Lucky Punch, der United fast gelang. Referee Oliver gab nach einem Foul von Drinkwater an Memphis Depay Freistoß und nicht Elfmeter, obwohl das Vergehen eher innerhalb des Strafraums passierte. Drinkwater sah dafür in der 86. Minute Gelb-Rot, seine Mannschaft rettete den Punkt über die Zeit.

Leicester-Trainer Claudio Ranieri wird das möglicherweise meisterschaftsentscheidende Montag-Spiel verpassen. Er reist in seine Heimat, um den Geburtstag seiner Mutter zu feiern. "Meine Mutter ist 96 Jahre alt, und ich möchte mit ihr zu Mittag essen", meinte Ranieri. "Ich würde das Spiel gerne anschauen, allerdings bin ich auf dem Rückflug aus Italien und werde das Resultat wohl erst erfahren, wenn ich gelandet bin." Das 1:1 gegen Manchester sei "ein gerechtes Ergebnis. Für uns ist nun wichtig, jetzt normal weiterzuarbeiten."

Triplepack von Sadio Mané

Manchester City muss nach einer 2:4 (1:2)-Niederlage bei Southampton um die direkte Champions-League-Qualifikation bangen. Vor dem Halbfinal-Rückspiel bei Real Madrid waren die Citizens am Sonntag mit einer B-Elf chancenlos und rutschten mit drei Punkten Rückstand auf Arsenal auf Rang vier ab.

Überragender Akteur war der Ex-Salzburger Sadio Mané, der dreimal traf (28., 57., 68.), zum zweiten Mal in seiner Premier-League-Karriere. Shane Long (25.) brachte die Gastgeber, die Liverpool von Platz sieben verdrängten, in Führung. Kelechi Iheanacho erzielte beide Treffer (42., 78.) für City. (APA, red, 1.5.2016)

  • Wes Morgan (Mitte, neben Christian Fuchs) sorgte für den Ausgleich gegen ManUnited. Ein Punkt war aber für den vorzeitigen Titelgewinn zu wenig.
    foto: reuters / darren staples

    Wes Morgan (Mitte, neben Christian Fuchs) sorgte für den Ausgleich gegen ManUnited. Ein Punkt war aber für den vorzeitigen Titelgewinn zu wenig.

  • Hielt praktisch alles, was es zu halten gab: Leicester-Keeper Kasper Schmeichel.
    foto: afp/oli scarff

    Hielt praktisch alles, was es zu halten gab: Leicester-Keeper Kasper Schmeichel.

  • Christian Fuchs (li., gegen Antonio Valencia) fiel im Old Trafford nicht sonderlich auf, aber auch nicht ab.
    foto: reuters / darren staples livepic

    Christian Fuchs (li., gegen Antonio Valencia) fiel im Old Trafford nicht sonderlich auf, aber auch nicht ab.

  • Noch ist es nicht so weit.
    foto: reuters / darren staples

    Noch ist es nicht so weit.

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