Salzburg kann den Sekt einkühlen

1. Mai 2016, 15:32
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Die Bullen gewinnen den Schlager bei der Austria und sind zu 99,9 Prozent österreichischer Fußballmeister

Red Bull Salzburg können nur noch drei exorbitant hohe Niederlagen und drei hohe Siege für Rapid am neuerlichen Gewinn des Meistertitels hindern. Neun Punkte Vorsprung auf die Hütteldorfer sowie die um 16 Treffer bessere Tordifferenz machen die Mannschaft von Oscar Garcia bezüglich des siebenten Triumphes sicher. Die Meisterfeier sollte am kommenden Samstag daheim gegen Sturm Graz steigen. Im Sonntagsspiel der 33. Runde feierte der Tabellenführer bei der Wiener Austria einen 2:0 (1:0)-Erfolg.

Kaum Gegentore

Vor nur rund 7.500 Zuschauern in der Generali Arena reichte den Gästen der erste Bundesliga-Saisontreffer von Valentino Lazaro (36.), ein später Schlag Yordy Reynas ins bereits verwaiste Tor und eine insgesamt kontrollierte Vorstellung, um bereits eineinhalb Hände an den Meisterteller zu legen. Bemerkenswert ist auch, dass Salzburg in den vergangenen 23 Spielen nie mehr als ein Gegentor kassierte und damit den 2001 vom FC Tirol markierten Rekord einstellte.

Die Austria hingegen blieb trotz einer bemühten, aber harmlosen Vorstellung im neunten Pflichtspiel en suite gegen die Salzburger ohne Sieg und musste im Kampf um Platz drei weiter Boden hergeben. Die Admira rückte bis auf drei Punkte, Sturm Graz bis auf vier Punkte an die aktuell drittplatzierte Elf von Thorsten Fink heran.

Dabei legte die Austria, die im Sturm erstmals Kevin Friesenbichler und Olarenwaju Kayode in der Startelf aufbot, und mit einer Mittelfeldraute für ein dichtes Zentrum zu sorgen versuchte, einen forschen Beginn hin. Ein Gorgon-Freistoß, den Salzburg-Goalie Walke zur Ecke klärte und der folgende Windbichler-Köpfler neben das Tor verströmte schon in der ersten Minute Gefahr. Die "Veilchen" konnten diesen Druck freilich nicht durchgehend aufrechterhalten, Salzburg wiederum trat recht zurückhaltend auf. Kreativmotor Keita fehlte zudem mit einer Oberschenkelzerrung.

Die Austria tauchte erst wieder in der 24. Minute gefährlich vor dem Salzburger Tor auf. Weil sich Grünwald zwar in aussichtsreiche Position dribbelte, aber schließlich zu zögerlich agierte, war eine gute Chance auf die Führung dahin. Vielmehr führte ein schlechter Einwurf der Hausherren in der Salzburger Hälfte zu einem Ballverlust, den folgenden weiten Ball Sorianos nahm Lazaro gut an, setzte sich gegen Martschinko und Sikov durch und schloss souverän ab. Dass Salzburg kurz vor der Pause nicht auf 2:0 erhöhte, war auch dem Team um Schiri Harkam zu verdanken, der Reynas Treffer wegen angeblichen Abseits' die Anerkennung versagte (40.).

Mit einer guten Doppelchance durch Friesenbichler, der von der Strafraumgrenze die Stange traf, und Kayode, der in der Folge aus sieben Metern über das Tor schoss, tankte "Violett" aber noch in der ersten Minute der Nachspielzeit Selbstvertrauen. Nach dem Seitenwechsel dominierte man optisch das Geschehen, Salzburg begnügte sich über weite Strecken damit, den Vorsprung kontrolliert über die Zeit zu bringen – spätestens nachdem Goalgetter Soriano (56.) leicht angeschlagen vom Platz ging.

Aus gut 50 Metern in die Maschen

Die Austria konnte daraus aber kein Kapital schlagen, wirkte gegen die abwartenden Salzburger ratlos. Einzig ein Weitschuss von Grünwald über das Tor (67.) bzw. ein ähnlicher Versuch Lazaros (69.) waren die einzige nennenswerten Möglichkeiten – bis die Nachspielzeit anbrach. Der Eckball der Austria, für den auch Goalie Almer nach vorne geeilt war, brachte nichts ein, im Gegenzug nahm Reyna Maß und setzte den Ball aus rund 50 Metern in den leeren Kasten. (APA, 1.5.2016)

Fußball-tipico-Bundesliga, 33. Runde:
FK Austria Wien – Red Bull Salzburg 0:2 (0:1)
Wien, Generali Arena, 7.513, SR Harkam.

Tore:
0:1 (36.) Lazaro
0:2 (93.) Reyna

Austria: Almer – Larsen (88. De Paula), Windbichler (82. Venuto), Sikov, Martschinko – Holzhauser – Serbest, Gorgon, Grünwald – Friesenbichler, Kayode

Salzburg: Walke – Schwegler (50. Lainer), Miranda, Caleta-Car, Ulmer – Bernardo, – Lazaro, Laimer (92. Pehlivan), Berisha, Reyna – Soriano (56. Schmitz)

Gelbe Karten: Martschinko bzw. Schwegler, Ulmer

  • Fast fertig: Red Bull Salzburg.
    foto: apa/hans punz

    Fast fertig: Red Bull Salzburg.

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