Unbekannte stellen Adressen von AfD-Mitgliedern ins Netz

1. Mai 2016, 10:56
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Rechtspopulistische Alternative für Deutschland fürchtet nun Übergriffe

Die rechtspopulistische Alternative für Deutschland (AfD) fürchtet Übergriffe auf ihre Mitglieder nach der Veröffentlichung der Adressen von Teilnehmern ihres Stuttgarter Parteitages auf einer linksgerichteten Webseite. Dort waren Sonntag die Namen von über 2.000 Parteitagsmitgliedern nachzulesen mit Wohnadresse, Telefon- oder Handy-Nummern, Email-Adressen, Geburtsdatum und AfD-Mitgliedsnummer.

Drohung

Parteichef Jörg Meuthen erklärte am Sonntag zum Auftakt des zweiten Sitzungstages, dies habe erhebliche Unruhe unter Mitgliedern ausgelöst. Er kündigte rechtliche Schritte gegen die Betreiber der Seite "linksunten.indymedia.org" an. "Wir fordern die Bundesregierung auf, und zwar speziell Herrn Bundesjustizminister (Heiko) Maas auf, nun endlich mit gleicher Intensität gegen linksradikale Webseiten vorzugehen wie gegen rechtsradikale", erklärte Meuthen.

Die Betreiber der Website charakterisieren sich selbst als "dezentral organisiertes, weltweites Netzwerksozialer Bewegungen". "Die Plattform indymedia.org soll diesen Bewegungen die Möglichkeit bieten, frei von staatlichen Kontrollen und kapitalistischen Interessen Berichte, Erfahrungen, Analysen, Träume und Meinungen zu verbreiten, um Gegenöffentlichkeit zu schaffen", heißt es auf der Seite. (APA, 1.5.2016)

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