Erstes Passivhaus: Wärmebrückenfrei auch nach 25 Jahren

30. April 2016, 09:10
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Für die Passivhaustagung in Darmstadt wurde das allererste Passivhaus eingehend analysiert

Darmstadt – Das Dach würde er heute anders ausrichten, 20 Prozent solarer Mehrertrag wären dann möglich. Ansonsten aber sei in dem unscheinbaren Reihenhaus, das er 1991 als erstes Passivhaus errichtet hatte, "noch keine einzige Komponente am Ende ihrer Lebensdauer angekommen", berichtete Wolfgang Feist auf der Passivhaustagung in Darmstadt. "Und die Konstruktion ist wärmebrückenfrei, auch nach 25 Jahren", das hätten kontinuierliche Messungen an dem Objekt gezeigt.

Die vier Häuser liegen nach wie vor beim Heizwärmebedarf unter zehn Kilowattstunden pro Quadratmeter und Jahr (kWh/m²/a). Der 45 cm dicken Mineralwolledämmung wurde im Vorjahr ein Stück entnommen und dieses an der Uni Innsbruck untersucht. Ergebnis: "Die hält sicher nochmal 25 Jahre, wahrscheinlich länger."

Dichtungen getauscht

Bei den Fenstergläsern habe man einen leichten Dichteverlust festgestellt, auch diese sollten aber noch 40 Jahre halten, meint Feist. Die einzige nennenswerte Verschlechterung betraf die Fenster- und Türdichtungen. Sie wurden ausgetauscht, "danach konnten wieder die Testergebnisse von 1991 erreicht werden", so Feist.

Nicht zuletzt habe auch die Lüftungsanlage sehr gute Arbeit geleistet. Sein Fazit "Die gewählte Konstruktion ist dauerhaft erfolgreich und wertbeständig." (mapu, 30.4.2016)

  • Das weltweit erste Passivhaus in Darmstadt-Kranichstein ist nun 25 Jahre alt und wird nach Meinung seines Erbauers noch sehr lange funktionieren.
    foto: passivhaus institut

    Das weltweit erste Passivhaus in Darmstadt-Kranichstein ist nun 25 Jahre alt und wird nach Meinung seines Erbauers noch sehr lange funktionieren.

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