Die besten Jobs

30. April 2016, 09:00
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Zwei Männer wollen Präsident werden, dabei gibt es bessere Posten auf der Welt. Beamter in Venezuela zu sein ist beispielsweise erstrebenswert

Herr Hofer und Herr Van der Bellen sind ja nach wie vor topmotiviert, das höchste Amt im Staate Österreich zu bekleiden. Als serviceorientiertes Medium hier aber eine kleine Warnung: Es gibt auch bessere Jobs auf diesem Planeten.

Beispielsweise in Venezuela. Wer einen beruflichen Plan B sucht, sollte sich um einen Posten im Beamtenapparat des südamerikanischen Staates bewerben. Dort hat man nicht nur die Vorteile des kommoden Wetters und eines Zugangs zum Karibischen Meer, sondern auch viel Freizeit – die Staatsdiener müssen künftig nämlich nur noch zwei Tage in der Woche dienen.

Der Grund ist ein ernster, im größten Wasserkraftwerk ist laut Regierung der Pegelstand des Stausees wetterbedingt so niedrig, dass Strom fehlt. Vizepräsident Aristóbulo Istúriz kündigte als Sparmaßnahme daher an, dass mittwochs und donnerstags Behörden nur mehr unverzichtbare Aufgaben zu erledigen haben.

Der Freitag war schon zuvor zum Beamtenfeiertag erklärt worden. Auch die Lehrer sollen nun freitags nicht mehr arbeiten – Wiens Bürgermeister Michael Häupl würde als Pädagoge sein Arbeitspensum also nicht erst Dienstagmittag, sondern schon Montagabend erledigt haben.

Ob der Posten des indischen Generalanwaltes eher befriedigend oder anstrengend ist, lässt sich dagegen kaum beurteilen. Der derzeitige Amtsträger, Maninder Singh, musste jedenfalls im Auftrag des Obersten Gerichts sechs Wochen lang Werbesujets für Verhütungsmittel begutachten und auf mögliche Obszönität prüfen. So gesehen, ist Bundespräsident dann vielleicht doch wieder besser. (Michael Möseneder, 30.4.2016)

  • Beamte in Venezuela müssen lediglich zwei Tage pro Woche arbeiten.
    foto: reuters / carlos garcia rawlins

    Beamte in Venezuela müssen lediglich zwei Tage pro Woche arbeiten.

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