Eurofighter: Womöglich auch "Maulwurf" im Kanzleramt

29. April 2016, 12:58
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Informant soll Informationen über Krise der schwarz-blauen Regierung weitergegeben haben

Wien/Toulouse – Der Eurofighter-Anbieter EADS könnte auch einen "Maulwurf" im Bundeskanzleramt gehabt haben, wie das Nachrichtenmagazin "News" am Freitag vorab aus seiner aktuellen Ausgabe berichtete. Demnach soll der Informant aus dem Kanzleramt EADS auf eine sich entwickelnde Krise der schwarz-blauen Regierung unter Kanzler Wolfgang Schüssel (ÖVP) hingewiesen haben.

Laut "News" geht es um die Frage, ob die geheime Quelle aus dem Kanzleramt auch andere Informationen weitergegeben haben könnte.

Ermittlungen eingeleitet

Das Magazin hatte bereits im Frühjahr 2015 von einem "Maulwurf" im Wirtschaftsministerium berichtet. Die Staatsanwaltschaft hat daraufhin Ermittlungen gegen diesen Beamten wegen Amtsmissbrauchs eingeleitet.

Wie das Blatt nun weiters herausfand, taucht auch das Internationale Rote Kreuz rund um die Eurofighter-Gegengeschäfte auf. Der Name der Hilfsorganisation soll – so wie bei den "Panama Papers" – ohne ihr Wissen bei einer Briefkastenfirma zur Tarnung missbraucht worden sein. (APA, 29.4.2016)

  • Die Eurofighter beschäftigen noch immer die Justiz.
    foto: apa/robert jäger

    Die Eurofighter beschäftigen noch immer die Justiz.

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