Dortmund-Freigabe für Hummels unsicher

29. April 2016, 10:24
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Erlaubnis für Wechsel zu Bayern an hohe Ablöse geknüpft – Erinnert an Fall Lewandowski

Dortmund – Borussia Dortmund will Mats Hummels nicht kampflos zum FC Bayern ziehen lassen. Auch nach der offiziellen Bestätigung des Freigabewunsches sei "überhaupt nicht gesagt, dass Mats nicht im nächsten Jahr weiterhin in unserem Trikot spielt", sagte BVB-Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke der "Süddeutschen Zeitung" vom Freitag.

Hummels' Vertrag läuft noch bis 2017, eine Ausstiegsklausel gibt es nicht. Dortmund hatte die Erlaubnis für den Wechsel nach München an eine hohe Ablösesumme geknüpft. Spekuliert wird, dass der Klub bis zu 40 Millionen Euro verlangen könnte. Sollte man sich wider Erwarten nicht mit den Bayern einigen, könnte der BVB wie 2013 schon Robert Lewandowski den vorzeitigen Wechsel verweigern. Lewandowski war erst ein Jahr später nach Ablauf seines Vertrags ablösefrei nach München gekommen.

Hummels schläft schlecht

Hummels hatte bereits in der vergangenen Woche seinen Abschied angedeutet. "Das kostet mich seit einigen Wochen jede Nacht bestimmt eine halbe Stunde vor dem Einschlafen, weil mir das ganze Thema sehr nah geht", hatte der Abwehrchef gesagt. Watzke betonte indes: "Mats hat sich absolut sauber und korrekt in der ganzen Angelegenheit verhalten."

In Fankreisen dürfte Hummels auf weniger Verständnis stoßen. Schon am Samstag gegen Wolfsburg muss sich Hummels auf einen eher unfreundlichen Empfang einstellen. Auf seiner Facebook-Seite wurde er nach Bekanntgabe des Wechselwunsches als "Verräter" und "Judas" bezeichnet.

Die BVB-Führung gab sich indes zuversichtlich, auch in der kommenden Saison mit einem starken Team anzutreten. "Wir werden nächste Saison zu hundert Prozent sicher eine Topmannschaft haben, die mindestens so gut ist wie dieses Jahr", sagte Watzke der "Bild"-Zeitung. (APA, red, 29.4.2016)

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    foto: reuters/smith
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