Was mit den Vereinen der Wahlverlierer passiert

28. April 2016, 16:24
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Irmgard Griss und ihr Team überlegen am Wochenende, was aus ihrem Verein wird. Rot und Schwarz lösen ihre auf

Wien – Den Verein "IG für Mut und Verantwortung" soll es weiter geben – auch wenn der Vereinszweck, die Unterstützung der Präsidentschaftskandidatur von Irmgard Griss, zumindest für die nächsten sechs Jahre auf Eis liegt. In einer Klausur am Sonntag und Montag wollen das Team und die Ex-Kandidatin darüber entscheiden, was aus der Wahlbewegung werden soll – und wohl auch, was mit dem Geld passiert, das der Verein für eine etwaige Stichwahl zurückgelegt hat. Das Büro in Wien-Mariahilf ist jedenfalls bis Ende Mai gemietet, wenn auch schon Teile der Einrichtung verkauft wurden.

Rot und Schwarz lösen auf

Der Wahlkampfverein des ÖVP-Kandidaten "Mit Andreas Khol. Für Österreich" wird dagegen fix aufgelöst, allerdings erst in ein paar Monaten, nachdem alle Verpflichtungen zur Spendentransparenz abgewickelt wurden. Die eingegangenen Spenden (etwa 80.000 Euro) wurden zur Gänze widmungsgemäß verwendet, wie es aus der ÖVP heißt.

Ebenfalls auf seine Auflösung wartet der Verein zur Unterstützung der Präsidentschaftskandidatur von Rudolf Hundstorfer – wenngleich derzeit keine Details in Erfahrung zu bringen sind, weil alle Beteiligten entweder auf Urlaub sind oder an ihre alten Arbeitsplätze zurückgekehrt sind, etwa im SPÖ-Parlamentsklub oder in der Gewerkschaft.

Hundstorfer wird jedenfalls nicht weiter beim Verein angestellt sein, heißt es aus der SPÖ – seine Anstellungen beim eigenen Wahlkampfverein hat ja insbesondere wegen des stattlichen Gehalts von 13.000 Euro brutto für Kritik gesorgt.

Hundstorfers Team dürfte nicht fix mit der Niederlage am vergangenen Sonntag gerechnet haben. Das zeigt eine Veröffentlichung des ehemaligen BZÖ-Politikers Stefan Petzner: Demnach soll die SPÖ bereits vor dem ersten Wahlgang Plakate für die Stichwahl gedruckt haben – für 60.000 Euro. (sefe, 28.4.2016)

  • Irmgard Griss' Wahlkampfbüro ist bis Ende Mai angemietet. Was mit dem dazugehörigen Verein passiert, wird am Montag entschieden.
    foto: regine hendrich

    Irmgard Griss' Wahlkampfbüro ist bis Ende Mai angemietet. Was mit dem dazugehörigen Verein passiert, wird am Montag entschieden.

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