Erste Rakete vom neuen russischen Kosmodrom gestartet

Ansichtssache28. April 2016, 11:08
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Nach Pannen und Verspätungen war es Donnerstagfrüh so weit: Mit einer Sojus startete ein neues Kapitel der russischen Raumfahrtgeschichte

Wostotschny – Nach sechs Jahren Bauzeit mit zahlreichen Pannen und Verspätungen hat Russland erstmals eine Rakete vom Weltraumbahnhof Wostotschny aus ins All geschickt. Das russische Fernsehen zeigte am Donnerstag, wie die Sojus-2.1a mit drei Forschungssatelliten an Bord um 4.01 Uhr MESZ nahe der chinesischen Grenze abhob. "Das ist ein bedeutender Schritt in der Entwicklung der russischen Raumfahrt", sagte Präsident Wladimir Putin.

Putin war extra aus dem 8.000 Kilometer entfernten Moskau angereist. Ursprünglich sollte die Rakete schon am Mittwoch abheben, ein technischer Defekt verhinderte das aber.

Zu Ehren des Raumfahrtpioniers Juri Gagarin hatten die Hersteller die Sojus mit einem riesigen Konterfei des ersten Menschen im All verziert. Das Porträt Gagarins, der vor 55 Jahren – am 12. April 1961 – gestartet war, prangte als schemenhaftes blau-weißes Logo auf der Außenhülle der Rakete.

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foto: reuters

Sicherheitskräfte beobachteten mit Mi-8-Hubschraubern und Drohnen den Aufstieg. Die Rakete flog zunächst über das kaum besiedelte Nordsibirien und setzte dann rund 500 Kilometer über der Erde die drei Satelliten aus. Lomonossow, Aist-2D und SamSat-218 sollen unter anderem Lichtphänomene und Strahlungswerte untersuchen.

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