Lufthansa verschiebt Brussels-Entscheidung

27. April 2016, 21:01
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Um drei Monate auf Ende August – Grund: Folgen des Anschlags am Brüsseler Airport von März

Berlin/Frankfurt – Die Lufthansa wird die Tochter Brussels Airlines frühestens im September vollständig übernehmen. Die Entscheidung über den Zukauf werde um drei Monate auf Ende August verschoben, teilte Deutschlands größte Fluggesellschaft am Mittwoch mit. Hintergrund seien die Folgen des Anschlags am Brüsseler Flughafen vom 22. März.

Derzeit arbeite Brussels Airlines mit Hochdruck daran, am Heimatflughafen den Fluggästen wieder einen verlässlichen Betrieb zu bieten, erklärte Lufthansa-Chef Carsten Spohr. "Das ist unter den erhöhten Sicherheitsvorkehrungen eine große Herausforderung und hat jetzt Priorität."

Lufthansa hält an Brussels Airlines bereits 45 Prozent und hat eine Option, die restlichen 55 Prozent der Anteile, die bei belgischen Investoren liegen, ebenfalls zu übernehmen. Eine vollständige Übernahme stünde unter der Prämisse einer Einigung über die Konditionen. Eigentlich hätte sich die Lufthansa bis Ende April entscheiden müssen. Der Preis für die Anteile wurde beim Einstieg der Deutschen vor acht Jahren festgelegt und beträgt bis zu 140 Millionen Euro. Brussels Airlines ist für die Deutschen interessant wegen der Europa-Beamten und Lobbyisten in Brüssel, die viel Geld für Flugtickets ausgeben. (APA/Reuters, 27.4.2016)

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