Glamouröse Vibration: Die Physik der Pfauenbalz

Video1. Mai 2016, 13:30
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Forscher untersuchten die physikalischen Grundlagen des Pfauentanzes

Das üppig-prunkvolle Federkleid der Pfauenhähne versetzte schon Charles Darwin in Staunen. Bei der Fortbewegung zwar eindeutig hinderlich, erfüllen die bis zu eineinhalb Meter langen Oberschwanzfedern aber vor allem bei der Balz ihren glamourösen Zweck: Sie werden zu einem fächerartigen Rad aufgestellt und in Vibration versetzt, wodurch die auffälligen bläulich schillernden "Augen" erst so richtig gut zur Geltung kommen.

roslyn dakin

Während die Hähne darauf hoffen, auf diese Weise Weibchen zu ergattern – und zu begatten, hatten kanadische Forscher etwas anderes als Fortpflanzung im Sinn: Sie untersuchten die physikalischen Grundlagen dieses Schauspiels und berichten im Fachblatt "Plos One", dass die Pfauenfedern in Resonanz vibrieren, wodurch die größtmögliche Schwingungsweite erreicht wird.

Zudem fanden sie heraus, wieso die "Augen" während des Zitterns scheinbar stillstehen, was den Schillereffekt noch verstärkt: Die einzelnen Federfahnen sind durch feinste Häkchen fest miteinander verbunden und weisen so eine viel höhere Dichte als ihre Umgebung auf. (red, 1.5.2016)

  • Diese Henne wirkt eher unbeeindruckt.
    foto: roslyn dakin / plos one

    Diese Henne wirkt eher unbeeindruckt.

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