Weg zu einem Transfer ist für Dragovic frei

27. April 2016, 12:34
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Dynamo-Kiew-Präsident Ihor Surkis will seinen besten Spielern die Zukunft nicht verbauen

Kiew – Das Ende der Zusammenarbeit zwischen Aleksandar Dragovic und Dynamo Kiew rückt näher. Klares Indiz dafür war eine Aussage von Vereinspräsident Ihor Surkis, der gegenüber der ukrainischen Zeitung "Korrespondent" sagte: "Wir können Andri Jarmolenko, Aleksandar Dragovic und anderen, die wir ziehen lassen müssen, nicht die Karriere verpfuschen. Wir müssen nach Ersatz suchen, aber die primäre Aufgabe wird es sein, jüngeren Spielern eine Chance zu geben."

Der 45-fache ÖFB-Teamspieler wird Meldungen zufolge von mehreren Klubs umworben. So sollen unter anderen bereits West Ham United, Schalke 04, Bayer Leverkusen, Hertha Berlin und der VfB Stuttgart an dem Innenverteidiger Interesse gezeigt haben. Dragovics Vertrag bei Dynamo läuft noch bis 2018, eine zumindest siebenstellige Ablösesumme wird vonnöten sein, um sich die Dienste des früheren Austrianers zu sichern, der laut transfermarkt.at einen aktuellen Marktwert von 13 Millionen Euro hat.

Fünfter Meistertitel für Dragovic

Mit seinem Verein hat Dragovic erst am Wochenende das Meisterstück aus dem Vorjahr wiederholt. Der ukrainische Titelverteidiger setzte sich am Sonntag mit 1:0 gegen Worskla Poltawa durch und ist damit drei Runden vor Schluss nicht mehr von der Spitze zu verdrängen. Der verletzte Dragovic verfolgte das Spiel von der Tribüne aus.

Schachtar Donezk kam bereits am Samstag über ein 1:1 in Odessa nicht hinaus und liegt sieben Punkte hinter Dynamo. Die Tatsache, dass die Begegnung gegen das im März aus der Liga ausgeschlossene Metalurg Saporischschja am grünen Tisch mit drei Punkten für Kiew entschieden wird, sichert Dragovic vorzeitig den fünften Meistertitel seiner Karriere. Zuvor war der Wiener in der Schweiz dreimal mit dem FC Basel erfolgreich.

Nur sieben Gegentore erhalten

"Keiner hätte damit gerechnet, dass Schachtar neuerlich Punkte liegenlässt", sagt Dragovic. "Damit haben wir den Sack vorzeitig zumachen können, das ist gelungen und fühlt sich großartig an. Der Druck war enorm, entsprechend groß ist die Erleichterung und Freude. Wir haben in der laufenden Meisterschaft bisher lediglich sieben Gegentore erhalten, das spricht für unsere kompakte Defensive und macht mich schon stolz."

Nach seinem Anfang April erlittenen Bänderriss im Sprunggelenk hat der 25-Jährige wieder mit leichtem Lauftraining begonnen. "Ich musste die Dosierung zuletzt aber wieder etwas zurückschrauben", sagt Dragovic, der die nächste Runde wohl noch auslassen wird. "Ob es bereits am kommenden Wochenende gegen Schachtar klappt, ist fraglich. Ich will unbedingt Fußballspielen, aber da der Titel sicher ist, wäre es in Blickrichtung EM fahrlässig, ein unnötiges Risiko einzugehen." (honz, APA, 25.4.2016)

  • Aleksandar Dragovic zieht mit ziemlicher Sicherheit bald westwärts.
    foto: apa/robert jaeger

    Aleksandar Dragovic zieht mit ziemlicher Sicherheit bald westwärts.

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