Der lange Weg zu einer einheitlichen IT bei Raiffeisen

26. April 2016, 18:20
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Die Umstellung der IT-Systeme im Raiffeisen-Sektor auf ein gemeinsames Softwaresystem könnte nach einem längeren Anlauf heuer klappen

Wien – Das Projekt einer einheitlichen IT im Raiffeisensektor, das 2008 bereits Erwin Hameseder angestrebt hat, sei "im Laufen", sagte Raiffeisenlandesbank-OÖ-Chef Heinz Schaller. Nach der "erfolgreichen Umstellung" von der RLB Steiermark im Oktober 2015 auf das künftig gemeinsame IT-System ist Schaller überzeugt, dass die Umstellung der RLBs von Niederösterreich, Burgenland und Vorarlberg auf das gemeinsame IT-System 2016 ebenfalls "problemlos über die Bühne geht".

Für eine Fusion mit anderen Raiffeisen-Landesbanken oder der RZB "stehen wir nicht zur Verfügung", bei einer Kooperation, etwa bei der Verwaltung, "sind wir sehr offen", so Schaller. Zu einer Fusion von RZB und RBI könne er "nichts sagen". Aber es sei wie bei jeder Fusion eine Frage der Bewertungen, und eine Fusion dürfe nicht zum Schaden des anderen ausfallen.

Die Erste Bank und die Sparkassen in Österreich denken an die Einführung von Bankomatgebühren. Bei Raiffeisen in Oberösterreich ist das ebenfalls kein Tabu mehr. Zwar denke die Raiffeisen-Landesbank Oberösterreich "derzeit" nicht an Bankomatgebühren für Kunden, sollte aber jemand flächendeckend damit beginnen, dann wäre die Situation neu zu bewerten, sagte der RLB-Chef am Montagabend bei seiner Jahrespressekonferenz in Wien. In Tirol wird bei Raiffeisen schon seit Jahren ein Entgelt für Abhebungen bei fremden Bankomaten eingehoben.

Schaller kündigte an, sich verstärkt im süddeutschen Raum in Richtung Baden-Württemberg betätigen und eventuell 2017 und 2018 neue Filialen eröffnen zu wollen. In Bayern habe man ein sehr gutes Kommerzkundengeschäft. (cr, 27.4.2016)

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