Comedy-Show "Studio Amani" auf Pro Sieben: Deutscher Angriffskrieg

26. April 2016, 14:41
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Lächelnd schlug Enissa Amani als "diplomatische Lösung" gegen die "krassen rechten Tendenzen" Österreichs einen "Angriffskrieg" vor

Am Tag nach der Wahl herrschte in 65 Prozent der österreichischen Haushalte keine Euphorie. Nachweisen können wir das nicht. Doch statistisch gesehen könnte es so gewesen sein. In dieser Stimmung suchten wir Montagabend Trost bei den Nachbarn auf ProSieben. Irgendwie hatte die Frau, die dort im monströsen pinken Rock Witze erzählte, gleich unsere Aufmerksamkeit.

studio amani

Lächelnd schlug Enissa Amani als "diplomatische Lösung" gegen die "krassen rechten Tendenzen" Österreichs einen "Angriffskrieg" vor. Logisch, denn das beherrsche ihr Land gut. Deutschland werde sich Österreich also "einfach wieder einverleiben und unter bayrische Verwaltung stellen". Röchelnde Lacher im Studio. In der Folge werde man den Nachbarn "die braune Scheiße einfach herausprügeln". Nach diesem In tro ging es im Studio Amani, das im März auf Sendung ging, heiter weiter. Kann sein, dass der Name der Show nach Fingernagelstudio klingt. Aber die Kombi aus bösem Witz und Tussi-Pose geht auf. Lang ist es her, da hatten immerhin auch Satiriker in Wien eine Sendung, die nach Friseursalon klang.

Landpartien zum Thüringer Trachtenverein und Schweizer Piercingmasochisten führten die Zuseher auf grüne Wiesen und in dunkle Keller. Tatsächlich war man danach froh, wieder mit Amani und ihrem Gast Katrin Bauerfeind auf der Studiocouch zu landen. Hier wurden seltsame Spiele gespielt. Ein Liedtitel musste erraten werden, nachdem er etwa gegurgelt wurde. Tut nicht weh, muss aber nicht sein. Immerhin gibt es Hoffnung. Mit Studio Amani hat böser Witz einen neuen Sendeplatz, und das kann spannend werden. Enissa will nämlich nächste Woche tatsächlich in Istanbul drehen. (Colette M. Schmidt, 26.4.2016)

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