Finanzrahmen: Steigende Mittel für Kunst und Kultur

26. April 2016, 13:11
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Plus von 5,4 Mio. Euro für das laufende Jahr – Zeitgenössische Kunst, Denkmalschutz und Leopold Museum dürfen sich über Erhöhung freuen

Wien – Der am Dienstag im Ministerrat beschlossene Finanzrahmen sieht eine Steigerung für das Kunst- und Kulturbudget vor. Im laufenden Jahr sind mit 446,6 Mio. Euro um 5,4 Mio. Euro mehr vorgesehen, als noch im Vorjahr veranschlagt wurden. 2017 erreiche das Budget 449,1 Mio. Euro – ein Plus von 6,7 Mio. Euro im Vergleich zum vorangegangenen Finanzrahmen.

Zeitgenossen, Leopold und Denkmäler

Die Steigerung im Kunst- und Kulturbudget setzt sich konkret aus drei Bereichen zusammen: Einerseits wurden jährlich drei Mio. Euro mehr für zeitgenössische Kunst im Finanzrahmen bis 2020 verankert, wie man der APA aus dem Kulturministerium mitteilte. Damit könne man heuer gestartete Projekte wie die Stärkung der Nachwuchsförderung oder Erhöhung von Stipendien fortsetzen. Weiters wurde der Betrieb des Leopold Museums "abgesichert" – dieses erhält zusätzlich eine Mio. Euro, womit "die bisherige Förderung an die steigenden Personalkosten" angepasst wurde. Aktuell beläuft sich die Subvention des Leopold Museums auf 3,3 Mio. Euro. Und schließlich wird auch das Denkmalschutzbudget um jährlich 2,4 Mio. Euro erhöht.

Haus der Geschichte

Weitere zentrale Maßnahmen sind laut Strategiebericht des Finanzministeriums die Kunst- und Kulturvermittlung, die weiterhin den freien Eintritt für Jugendliche in Bundesmuseen und einen Fokus auf Menschen mit Migrationshintergrund beinhaltet, und das "Haus der Geschichte". Dafür werden 2016 Vorbereitungskosten in der Höhe von 500.000 Euro schlagend, wie Kulturminister Josef Ostermayer (SPÖ) bereits am gestrigen Montag am Rande einer Pressekonferenz festhielt. Insgesamt werde die Errichtung zwischen 2017 und 2019 mit 29 Mio. Euro zu Buche schlagen, der laufende Betrieb koste jährlich 3,6 Mio. Euro. Die Bau- und Errichtungskosten werden im Herbstbudget berücksichtigt, hieß es aus dem Büro das Ministers.

Kostenevaluierung bei Bundesmuseen

Ein weiterer, noch offener Punkt ist der steigende Finanzierungsbedarf der Bundesmuseen, auf den diese in jüngerer Zeit vermehrt hingewiesen haben. Diesbezüglich soll es in den kommenden Monaten eine "konkrete Kostenevaluierung" geben, hielt eine Sprecherin des Kulturministers fest. Den Häusern werde jedenfalls in Aussicht gestellt, dass der steigende Bedarf im Bereich der Personalkosten abgegolten werden soll. Im Kulturministerium zeigt man sich über die Budgeterhöhung erfreut. "Das ist unter den Rahmenbedingungen der vergangenen Jahre ein Erfolg und ein wichtiges Signal der Bundesregierung für den Kunst- und Kulturstandort Österreich." (APA, 26.4.2016)

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