Al-Kaida-Ableger bekennt sich zu Schwulenmord in Bangladesch

26. April 2016, 13:03
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Ansar al-Islam will hinter Tötung stehen

Dhaka – Ein Ableger des Terrornetzwerks Al-Kaida in Bangladesch hat sich zur Tötung von zwei Aktivisten für die Rechte von Homosexuellen bekannt. Das berichtete die US-amerikanische Terrorbeobachtungsstelle Site am Dienstag. Ansar al-Islam, der Al-Kaida-Ableger in Bangladesch, hatte auch schon behauptet, den Autor Abhijit Roy unter ähnlichen Umständen getötet zu haben.

Verletzte Gefühle

Seit Anfang vergangenen Jahres wurden in dem überwiegend muslimischen Bangladesch zahlreiche Religionskritiker, Intellektuelle und Angehörige religiöser Minderheiten erstochen oder erschossen. Unter den Toten waren auch zwei Ausländer. Die Regierung in Dhaka bestreitet die Präsenz von Al-Kaida oder des "Islamischen Staats" und macht lokale Extremistengruppen für die Anschläge verantwortlich.

Unterdessen wurden zwei hinduistische Lehrer wegen "beleidigender" Äußerungen über den Islam zu sechs Monaten Gefängnis verurteilt. Der Leiter und ein Lehrer einer Oberschule im Süden des Landes wurden nach Behördenangaben vom Dienstag schuldig gesprochen, die "religiösen Gefühle" muslimischer Schüler und Eltern verletzt zu haben.

Die Äußerungen hatten Schülerproteste ausgelöst. Wütende Dorfbewohner waren zu der Schule marschiert und hatten den Lehrkräften mit Prügel gedroht, bevor sie von der Polizei gestoppt wurden. Kritische Äußerungen über den Islam sind im mehrheitlich sunnitischen Bangladesch tabu. (APA, 26.4.2016)

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