Mauthausener Bürgermeister will SPÖ Oberösterreich übernehmen

26. April 2016, 12:21
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Thomas Punkenhofer bekundete Interesse per E-Mail. Das Ergebnis der Hofburg-Wahl sei ausschlaggebend gewesen

Linz/Mauthausen – Der Mauthausener Bürgermeister und Neolandtagsabgeordnete Thomas Punkenhofer will Chef der SPÖ Oberösterreich werden. Jedenfalls bekundete er in einer E-Mail an den Landesparteivorstand sein Interesse an der Funktion, bestätigte die Linzer Parteizentrale einen "Kronen Zeitung"-Bericht vom Dienstag. Der Ausgang der Hofburg-Wahl habe den Ausschlag für die Bewerbung gegeben, so Punkenhofer zur APA.

"Das Ergebnis der Wahl ist kein Zufall gewesen", meint der Bürgermeister. Es zeige, "wie die Bundes-SPÖ derzeit beisammen ist", und spiegle auch den Zustand der Landespartei nach den Wirren des Landesparteitags im Jänner wider. Parteichef Reinhold Entholzer verzichtete nach innerparteilicher Kritik kurzerhand auf seine Wiederwahl und teilte auch seinen baldigen Rückzug als Landesrat mit. Seine Funktion übernahm AK- und ÖGB-Chef Johann Kalliauer für ein Jahr. Bis zum Sommer will er ein neues Führungsteam gefunden haben.

Frau soll in die Landesregierung

Diese Suche gestaltete sich bisher schwierig. So tauchten nur mögliche Namen für den frei werdenden Landesratsposten auf, jedoch nicht für den Parteivorsitz. "Jetzt haben wir Ende April, und es ist tut sich nichts", meinte Punkenhofer. Auch dies sei ein Grund für seine Bewerbung gewesen. Allerdings will er nur die Parteiführung übernehmen, in die Männerriege in der Landesregierung sollte die SPÖ eine Frau schicken, erklärte der 40-Jährige, der seit Herbst 2015 auch im oberösterreichischen Landtag sitzt. Für eine Trennung der beiden Funktionen spreche, dass es sich um zwei Fulltimejobs handle.

Die SPÖ Oberösterreich müsse "von der Pike auf neu aufgebaut" werden. Vorfeldorganisationen wie der ASKÖ oder die Naturfreunde müssten etwa wieder näher an die SPÖ heranrücken. Die Roten brauchten mehr Bodenhaftung. Dazu zählen "klare Antworten für die Wähler" und "eine authentische Politik". Eine offizielle Stellungnahme auf seine E-Mail hat der Bürgermeister aus der Landesparteizentrale noch nicht erhalten. (APA, 26.4.2016)

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