Van der Bellen plakatiert auch für die Stichwahl "Heimat"

26. April 2016, 12:18
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Präsidentschaftskandidat präsentierte am Dienstag seine nächste Plakatwelle

Wien – Gewissen, Heimat und Kraft: Zwei Tage nach dem ersten Wahlgang hat Alexander Van der Bellen am Dienstag seine Plakate für die Stichwahl präsentiert – und setzt dabei auf bekannte Themen. Vor allem die prominente Platzierung des "Heimat"-Begriffs hatte zuvor einige Kritiker irritiert.

Das Team des ehemaligen Grünen-Chefs plakatiert nun für die Stichwahl gegen FPÖ-Kandidat Norbert Hofer: "Wer unsere Heimat liebt, spaltet sie nicht."

foto: verein "gemeinsam für van der bellen – unabhängige initiative für die bundespräsidentschaftswahl 2016"

Im zweiten Sujet fordert Van der Bellen die Wähler dazu auf, an seine Kraft zu glauben. Dass man auch schwere Zeiten gut meistern könne, "haben wir Österreicherinnen und Österreicher in der Vergangenheit schon oft bewiesen", heißt es dazu auf der Website des Kandidaten.

foto: verein "gemeinsam für van der bellen – unabhängige initiative für die bundespräsidentschaftswahl 2016"

Dass Van der Bellen außerdem mit dem Wort "Gewissen" um Wählerstimmen wirbt, weckt Erinnerungen an den Präsidentschaftswahlkampf 2004 zwischen Heinz Fischer und Benita Ferrero-Waldner: Damals warben sowohl SPÖ als auch ÖVP mit dem Slogan "Politik braucht ein Gewissen". Die SPÖ sah das Fairnessabkommen verletzt und rief das Schiedsgericht an.

foto: verein "gemeinsam für van der bellen – unabhängige initiative für die bundespräsidentschaftswahl 2016"

Wenige Tage nach dem ersten Wahlgang am Sonntag, äußerte sich zudem die Grüne Bundessprecherin Eva Glawischnig zu den angekündigten Demonstrationen gegen den FPÖ-Präsidentschaftskandidaten Norbert Hofer. In einer Pressekonferenz betonte sie am Dienstag ihre Hoffnung auf eine Wahlbewegung nicht gegen Hofer sondern für den ehemaligen Grünen Bundessprecher Alexander Van der Bellen.

Glawischnig hielt fest, dass sie natürlich für das Demonstrationsrecht eintrete. Persönlich wünsche sie sich aber, dass die Unterstützer für Van der Bellen laufen und ihre Energie nicht in Demonstrationen gegen Hofer stecken. (APA, red, 26.4.2016)

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