Schulz warnt Türkei vor schwarzen Listen für Journalisten

26. April 2016, 08:52
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Listen mit Journalistennamen hätten in Demokratien nichts zu suchen, sagt der EU-Parlamentspräsident

Berlin – Nach dem erneuten Einreiseverbot für einen Journalisten hat EU-Parlamentspräsident Martin Schulz die Türkei vor schwarzen Listen mit Namen unerwünschter Journalisten gewarnt. "Listen mit Journalistennamen haben in Demokratien nichts zu suchen", sagte der SPD-Politiker der "Bild"-Zeitung.

Auch der CDU-Bundestagsabgeordnete Karl-Georg Wellmann forderte laut dem Bericht, sollte es solche Listen geben, müssten diese "schnellstens öffentlich gemacht werden". Dem Bericht zufolge war ein "Bild"-Reporter am Samstag nach der Landung in Istanbul ohne Begründung am Weiterflug gehindert und ausgewiesen worden. Sein Name stehe auf einer Liste, habe es lediglich geheißen. Erst wenige Tage zuvor war ein ARD-Korrespondent an der Einreise in die Türkei gehindert worden.

Das deutsche Außenministerium erklärte laut "Bild", von schwarzen Listen der Türkei keine Kenntnis zu haben. "Die Bundesregierung erwartet, dass deutsche Journalisten in der Türkei ihrer Aufgabe ungehindert nachgehen können", sagte ein Sprecher der Zeitung. Die Türkei steht wegen ihres Umgangs mit der Pressefreiheit seit längerem in der Kritik. Die Debatte über die Meinungs- und Pressefreiheit in der Türkei überschattete am Samstag auch den Besuch der deutschen Kanzlerin Angela Merkel in einem Flüchtlingslager nahe der Grenze zu Syrien. (APA, 25.4.2016)

  • "Listen mit Journalistennamen haben in Demokratien nichts zu suchen", sagt EU-Parlamentspräsident Martin Schulz.
    foto: apa/patrick hertzog

    "Listen mit Journalistennamen haben in Demokratien nichts zu suchen", sagt EU-Parlamentspräsident Martin Schulz.

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