Zwei Tote bei Zusammenstoß mit Rettungswagen in Oberösterreich

26. April 2016, 08:05
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Zwei Russen starben nach Pkw-Anprall gegen Rettungswagen – Toter bei Fahrzeugbrand auf A2 in Niederösterreich – Frau auf A1 offensichtlich von Auto erfasst

Linz – Zwei Männer im Alter von 37 und 39 Jahren sind Montagabend in Gampern im Bezirk Vöcklabruck mit ihrem Auto gegen einen entgegenkommenden Rettungswagen geprallt und getötet worden. Die beiden Insassen des Einsatzfahrzeugs wurden verletzt. Patienten hatten sie zum Zeitpunkt des Unfalls nicht an Bord, teilte die oberösterreichische Polizei mit.

Die beiden Russen, die in Salzburg gelebt hatten, waren gegen 18.30 Uhr auf der Salzburger Straße (B1) in Richtung Vöcklabruck unterwegs. Der 39-jährige Fahrer dürfte mit den rechten Reifen auf das Bankett geraten sein. Beim Versuch gegenzusteuern, kam er ins Schleudern und der Wagen prallte mit der Beifahrerseite voran in das entgegenkommende Rettungsauto.

Die zwei Russen waren auf der Stelle tot. Der 65-jährige Lenker des Rettungsfahrzeugs und sein 37-jähriger Beifahrer erlitten bei dem Unfall Verletzungen. Sie wurden ins Spital gebracht. Über ihren Zustand war nichts bekannt.

In Auto verbrannt

Ebenfalls ein Todesopfer forderte ein Unfall mit nachfolgendem Fahrzeugbrand auf der Südautobahn (A2) im Bezirk Baden. Laut der NÖ Landespolizeidirektion war ein Pkw-Lenker bei Traiskirchen in der Nacht auf Dienstag gegen einen in einer Pannenbucht abgestellten Lkw geprallt. Der 54-jährige serbische Staatsbürger aus Wien verbrannte in seinem Wagen.

Der Aussendung zufolge hatte der slowakische Kraftfahrer (51), der in Fahrtrichtung Graz unterwegs war, auf dem Rastplatz Guntramsdorf keinen Platz für seinen Sattelzug gefunden. Um die vorgeschriebenen Ruhezeiten einzuhalten, steuerte er in der Folge die naheliegende, große Pannenbucht an, um dort – unerlaubterweise – zu pausieren. Er ging in der Fahrerkabine zu Bett, wurde aber um 2.06 Uhr durch einen lauten Knall geweckt. Außerdem ging ein Ruck durch das Schwerfahrzeug.

Der 51-Jährige stieg aus, um nachzuschauen, und bemerkte, dass der Anhänger in Brand stand. Es gelang ihm, den Anhänger abzukoppeln und den Lkw ein Stück entfernt abzustellen, ehe er die Feuerwehr verständigte.

Bei Löschversuchen entdeckte der Slowake einen unter dem Anhänger eingekeilten Pkw, wegen der Flammen konnte er jedoch keine Rettungsversuche unternehmen. Das Auto hatte laut Polizei durch die Wucht des Zusammenstoßes sofort zu brennen begonnen, der Lenker war im völlig deformierten und gestauchten Wrack eingeklemmt.

Die Freiwillige Feuerwehr Wiener Neudorf, die mit mehr als 50 Mitgliedern im Einsatz stand, löschte den Brand gegen 2.38 Uhr. Anschließend wurde der Anhänger mithilfe eines Krans so hoch angehoben, dass der ausgebrannte Kleinwagen herausgezogen werden konnte. Dem Lenker konnte nicht mehr geholfen werden. Aufgrund der Lösch-, Berge- und Aufräumarbeiten war der erste Fahrstreifen in Fahrtrichtung Graz im Unfallbereich bis 5.40 Uhr gesperrt.

Opfer noch nicht identifiziert

Zu einem tödlichen Verkehrsunfall ist es in der Nacht auf Dienstag auch auf der Westautobahn (A1) bei Loosdorf (Bezirk Melk) gekommen: Opfer war eine Frau, die laut der niederösterreichischen Polizei offensichtlich zu Fuß unterwegs war. Ihre Identität war zunächst nicht bekannt, ebenso wenig der Hergang. Sie dürfte von einem unbekannten Lenker erfasst und anschließend von zumindest einem Lkw überrollt worden sein.

An der Unfallstelle in Fahrtrichtung Linz wurde eine Kunststoffverkleidung einer weißen Sattelzugmaschine der Marke Renault vorgefunden und sichergestellt. Zeugen des Unfalls werden ersucht, sich an die Autobahnpolizeiinspektion Melk unter der Telefonnummer 059133 3138 zu wenden.

Erbeten werden gleichzeitig zweckdienliche Hinweise zum Opfer. Nach Polizeiangaben war die Frau 20 bis 40 Jahre alt, leicht korpulent, hellen Hauttyps und hatte langes schwarzes, gewelltes Haar. Sie war bekleidet mit blauen Jeans, grau-schwarzer Jacke und schwarzen Sneakers der Größe 42 (Marke D&G). Gefunden wurden auch eine Brille mit braunem Rahmen und ein Schlüsselanhänger mit einem 15 Zentimeter großen Stofftier (Winnie Puuh). (APA, 26.4.2016)

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