Bettwanzen bevorzugen bestimmte Farben – Eisenzeitliche Käsespuren in den Schweizer Alpen

26. April 2016, 08:00
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Bettwanzen bevorzugen bestimmte Farben

Gainesville – Erst vor zwei Wochen ließen Forscher in Plos One mit der nicht gerade erfreulichen Nachricht aufhorchen, dass sich Bettwanzen weltweit wieder auf dem Vormarsch befinden. Umso relevanter erscheinen die Forschungsergebnisse, die nun US-Biologen im "Journal of Medical Entomology" vorlegen. Sie fanden nämlich heraus, dass die nachtaktiven Wanzen überraschend wählerisch sind: Sie suchen tagsüber am liebsten in Verstecken mit rotem oder schwarzem Untergrund Zuflucht, vermeiden hingegen Gelb und Grün. Womöglich assoziieren sie hellere Farben mit stärkerer Beleuchtung, mutmaßen die Forscher. Ob sich daraus eine Empfehlung für die Farbe der Bettwäsche ableiten lässt, ist unklar – getestet wurde bislang nur in der Petrischale.

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Journal of Medical Entomology: "Behavioral Responses of Nymph and Adult Cimex lectularius (Hemiptera: Cimicidae) to Colored Harborages"

Eisenzeitliche Käsespuren in den Schweizer Alpen

Newcastle – Die Schweizer wissen bekanntlich schon lange, wie man Käse macht, die Tradition ist aber offenbar sogar noch älter als gedacht: Archäologische Funde im Engadin, einem der höchstgelegenen bewohnten Täler Europas, brachten nun rund 3000 Jahre alte Käserückstände in Gefäßscherben zutage. Wie britische Forscher in "Plos One" berichten, zogen die Talbewohner bereits in der Eisenzeit im Sommer mit ihrem Vieh auf die Almen und produzierten dort Käse. Die Forscher vermuten, dass die frühe Almwirtschaft aus einer Notlage heraus entstand, da aufgrund des raschen Bevölkerungswachstums die Weideflächen im Tal knapp wurden.

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Plos One: "Chemical Analysis of Pottery Demonstrates Prehistoric Origin for High-Altitude Alpine Dairying"

(dare, 26.4.2016)

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