Obama fordert mehr EU-Engagement bei Krisenbekämpfung

25. April 2016, 17:39
11 Postings

US-Präsident: "Welt braucht ein starkes und vereintes Europa"

Hannover – US-Präsident Barack Obama hat zum Abschluss seines Deutschlandbesuches ein Plädoyer für ein geeintes Europa gehalten. "Die Welt braucht ein starkes und vereintes Europa", erklärte er in Hannover. Er lobte, dass "Europas Ideale" die Welt "erleuchten" und sagte auch: "Vielleicht braucht man jemanden von außen, der daran erinnert, was Sie Fantastisches erreicht haben."

Doch er stellte auch Forderungen. Europa müsse mehr Engagement in der Nato und in den Krisengebieten der Welt zeigen: "Auch wenn Europa schon viel tut, können Europa und auch die Nato mehr tun." Wichtig sei, dass jedes Nato-Mitglied "seinen vollen Beitrag von zwei Prozent des Bruttoinlandsprodukts" leiste, was nicht immer geschehen sei.

Als "größte Herausforderung" nannte Obama den Kampf gegen den IS in Syrien und im Irak. Die USA selbst wollen 250 weitere US-Soldaten nach Syrien schicken. Sie sollen örtliche Kräfte unterstützen. Der Kampf gegen Terror war auch Thema beim Treffen Obamas mit der deutschen Kanzlerin Angela Merkel, Frankreichs Staatspräsidenten François Hollande, dem britischen Premier David Cameron und dem italienischen Premier Matteo Renzi in Hannover. (bau, 25.4.2016)

Share if you care.