Haus der Geschichte: Errichtung soll 29 Millionen kosten

25. April 2016, 13:31
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Die Vorstudie wird demnächst veröffentlicht, die budgetäre Vorsorge ist getroffen

Wien – Ganz in die Karten schauen lassen wollte sich Kulturminister Josef Ostermayer am Montag noch nicht, als er im Zuge der Präsentation der neuen Doppelspitze für die Österreichische Nationalbibliothek auch ein paar Auskünfte zum Fortschritt in Sachen "Haus der Geschichte" gab. Jenes ist organisatorisch an die ÖNB angegliedert, damit sind Johanna Rachinger als wissenschaftliche und Richard Starkel als kaufmännischer Leiter zukünftig gemeinsam für das Projekt in der Neuen Burg zuständig. Wegen der damit verbundenen Vorarbeiten tritt Starkel seinen Job statt am 1. Jänner 2017 auch schon mit Oktober diesen Jahres an.

Nächste Schritte gesichert

Was Ostermayer aber verlautbarte: Die budgetäre Vorsorge für die nächsten Schritte sei getroffen. So seien etwa die noch 2016 unmittelbar durch Ausschreibungen etc. anfallenden Kosten für das "Haus der Geschichte" mit 500.000 Euro gedeckt.

Die größeren Punkte im Zuge des Bundesfinanzrahmens 2017 bis 2020, der am Dienstag im Ministerrat auf der Tagesordnung steht, habe er zudem bereits mit dem Finanzministerium ausverhandelt: "Sowohl im Bereich meines Budgets als auch im Bereich Wirtschaft und Wissenschaft (was die Burghauptmannschaft betrifft) werden wir Beträge haben, um die nächsten Schritte für das 'Haus der Geschichte' zu machen."

Vorstudie "ziemlich ident"

Die Zahlen der demnächst veröffentlichten Vorstudie zum Projekt seien des weiteren "ziemlich ident" mit den von der interministeriellen Steuerungsgruppe veranschlagten: 12,5 Millionen für Baumaßnahmen, 11,1 Millionen für die Einrichtung und 5,4 Millionen für Brandschutz ergeben Gesamterrichtungskosten von 29 Millionen Euro. Darin bereits inkludiert: 25 Prozent Schätzungsungenauigkeit für "Unvorhergesehenes".

Den Preis gegenüber vorherigen Rechnungen hat eine Reduktion der errechneten Ausgaben für Brandschutzmaßnahmen etwa um die Hälfte gedrückt. Noch im Dezember waren dafür 12,5 Millionen Euro angenommen worden. "Man hat sich das noch einmal angeschaut und ist zum Schluss gekommen, dass 5,4 Millionen reichen müssen", so Ostermayer am Montag.

Mit 3,6 Millionen Euro an Aufwendungen rechnet man für den laufenden Betrieb ab 2018. (Michael Wurmitzer, 25.4.2016)

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