Pop-up in Down Under: Essen im Noma in Sydney

Ansichtssache25. April 2016, 13:44
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Seeohrenschnitzel und Buschpflaumen: Zehn Wochen lang kochte das Team des dänischen Spitzenrestaurants Noma in Sydney und interpretierte die Küche der australischen Ureinwohner neu

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foto: georges desrues

Warum da kleine tote Ameisen an der Mango kleben, will sich einem nicht auf Anhieb erschließen. Noch dazu, wo der bekannt intensive Geschmack der Frucht sowieso alles übertüncht. Die Ameisen seien dazu da, erklärt der Kellner, der überreifen Mango mehr Frische und Säure zu verleihen.

Dazu hätte man auch ein paar Tropfen Zitrone nehmen können, ist man verleitet zu denken. Doch hätten diese wohl dem Gesamtkonzept des Noma-Pop-up-Restaurants in Sydney widersprochen.

Schließlich sei man von dem Grundgedanken ausgegangen, wie wohl die Küche Australiens heute aussehen würde, hätten die Aborigines mit den europäischen Siedlern von Beginn an in Harmonie gelebt, erklärte Chefkoch René Redzepi gegenüber einer lokalen Zeitung. Das ist freilich eine schöne Vorstellung – und für ein Restaurant ein sehr ehrgeiziger Anspruch.

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