Wir haben "Game of Thrones" gesehen: S06 E01 – Die rote Frau

Blog25. April 2016, 16:09
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Über den Tod, Eismauern, rote Ladys – und was sonst noch in der ersten Folge der sechsten Staffel geschah

MASSIVE SPOILERWARNUNG!!! Hier werden wir darüber schreiben, was in der aktuellen "Game of Thrones"-Folge passiert ist. Wer das nicht wissen will, sollte jetzt nicht mehr weiterlesen.

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Jon Snow ist noch immer tot. Ganz blass war er, der Schnee rund um ihn blutrot. Sein weißer Riesenwolf Ghost heulte im Lager der Night's Watch durch die Nacht. Selbst die rote Priesterin Melisandre war überrascht, denn sie hatte das ganz anders in den Flammen gesehen. Doch wer weiß, noch lebt die Hoffnung, dass das zwar Jon Snows Tod, aber trotzdem nicht sein Ende war.

Die erste Episode der sechsten Staffel, seit Sonntagabend auf HBO und zeitgleich in Österreich via Sky zu sehen, war das, was von ersten Episoden eben zu erwarten ist. Eine Mischung aus „Was bisher geschah“ und „Was noch kommen könnte“. Lose Enden, neue Konflikte, alte Allianzen und eine Überraschung am Ende. Das war ein wenig berechenbar, aber dann auch wieder unerwartet spannend.

Sansa gerettet

Zum Beispiel als Sansa Stark und Theon Greyjoy von Brienne vor den Schergen des Megabösewichts Ramsay Bolton gerettet wurde. Der am Totenbett seiner Geliebten oder – vielleicht passender: Sexualpartnerin – Myranda so etwas wie Empathie zeigte und Rache schwor. Allerdings verkündete er gleich darauf, dass ihre Leiche den Hunden zum Fraß vorgeworfen werden sollte. Das sei nämlich gutes Fleisch.

Cersei und Jaime wieder vereint

Hart war das Serienschicksal diesmal auch zu Cersei Lannister, die den Sarg ihrer vergifteten Tochter Myrcella in Kings Landing in Empfang nehmen musste. Jaime Lannister, Cerseis Bruder und Geliebter und Myrcellas Vater und Onkel, versuchte sich im Trostspenden, schwor Rache und Cersei Beistand. Nachdem die Beziehung zwischen ihr und Jaime in der vergangenen Staffeln eher, nun ja, sagen wir krisenbehaftet war, scheint die Allianz nun wieder erneuert zu sein.

Tyrion und die Drachenkönigin

Tyrion Lannister ist mittlerweile so etwas wie Statthalter in Meereen, weit weit östlich von Westeros. Gemeinsam mit Varys, dem kahlköpfigen Eunuchen und Alleswisser, wandert er auf Erkundungstour durch die Stadt – beinahe so, als wäre es Kings Landing. Die beiden wollen wissen, was so los ist, nachdem die Drachenmutter Daenerys Targaryen auf dem Rücken einer ihrer Schützlinge davonflog und mitten im Nirgendwo abgesetzt wurde.

Daenerys und der Witwen-Tempel

Ein Trupp Dothrakis nahm Dany gefangen, demütigt sie, macht anzügliche Witze, bis sie ihren Joker ausspielt und erklärt, dass sie die Witwe von Khal Drogo ist. Ein Schachzug, der allerdings nicht die beabsichtigte Wende bringt. Zwar soll sie nicht mehr umgebracht oder vergewaltigt werden, zurück nach Meereen will sie aber auch niemand begleiten. Stattdessen soll sie in den Witwentempel verfrachtet werden. Dort, wo eben die Witwen von Khals enden. Ob die beiden liebeskranken Ritterhelden Jorah Mormont und Daario Naharis, die sich auf die Suche nach ihrer Königin gemacht haben, auch hinfinden, werden die kommenden Episoden zeigen.

Rache der Geliebten in Dorne

Unterdessen putscht in Dorne Ellaria Sand, Geliebte des ermordeten Prinz Oberyn, gegen dessen Bruder und amtierenden Herrscher Doran Martell. Und Arya Stark bekommt als blinde Bettlerin Kampfunterricht.

Die Greisin

Ganz am Ende der Episode steigt die rote Priesterin Melisandre aus ihrem Kleid, nimmt die Halskette ab und verwandelt sich in eine Greisin. Dann legt sie sich ins Fellbettchen. Was das soll, weiß niemand. Vielleicht Sie?

gameofthrones

(mka, 25.4.2016)

  • Alles was es auf derStandard.at zu "Game of Thrones" gibt, finden Sie hier.

Gemeinsam fernsehn: Zum Staffelende am 27. Juni wird es einen Livebericht geben.

  • Tot oder nicht tot? Oder: Tot und trotzdem weiterhin da? Viele offene Fragen zum schönen Mann, der im Schnee liegt.
    foto: hbo

    Tot oder nicht tot? Oder: Tot und trotzdem weiterhin da? Viele offene Fragen zum schönen Mann, der im Schnee liegt.

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