Brigitte Ederer fordert Faymanns Ablöse

25. April 2016, 09:43
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Eine Veränderung sei dringend nötig, sagt die frühere Staatssekretärin. SPÖ-Geschäftsführer Schmid sieht darin "eine Einzelmeinung"

Wien – Die frühere Siemens-Managerin und SPÖ-Spitzenpolitikerin Brigitte Ederer macht Bundeskanzler und SPÖ-Chef Werner Faymann für Rudolf Hundstorfers Niederlage und Norbert Hofers klaren Sieg bei der Präsidentenwahl am Sonntag verantwortlich. In der "Tiroler Tageszeitung" vom Montag fordert sie Faymanns Ablöse. "Dass es in der Partei eine Veränderung braucht, ist notwendig. Das liegt doch auf der Hand", so Ederer.

Ederer: Entscheidung in zwei bis drei Tagen nötig

"Werner Faymann kann nicht so tun, als hätte dies alles nichts mit ihm zu tun, weil er ja nicht zur Wahl gestanden sei. Diese Niederlage hat sehr viel mit der Regierungspolitik zu tun. Es hat sich wieder einmal bewahrheitet, dass die Wähler den Schmied wählen und nicht den Schmiedl. Das zeigte auch der Rechtsruck der SPÖ in der Flüchtlingspolitik", wird Ederer zitiert. Sie hatte gemeinsam mit Altkanzler Franz Vranitzky Hundstorfers Personenkomitee geleitet.

In zwei bis drei Tagen müsse klar sein, wie es weitergeht, sagt Ederer und fordert einen "Verantwortlichen für diese Niederlage". Besorgt blickt sie auf den nächsten Sonntag, den Tag der Arbeit. "Da kann es auch passieren, dass die Kundgebung am 1. Mai zu einer Demonstration gegen die SPÖ-Spitze wird. Da ist was ins Rutschen gekommen", so Ederer, die von 1992 bis 1995 Europastaatssekretärin im Bundeskanzleramt war.

Schmid: Forderung ist "Einzelmeinung Ederers"

SPÖ-Bundesgeschäftsführer Gerhard Schmid hält die Rücktrittsaufforderung für eine Einzelmeinung Ederers: "Ich glaube, dass Personalentscheidungen hier nicht der richtige Weg sind", sagte er am Montag im "Morgenjournal" von Ö1. (APA, red, 25.4.2015)

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