Arbeitssieg des ÖEHV-Teams gegen Japan

24. April 2016, 22:20
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Österreichs Eishockeyteam setzt sich im zweiten Spiel der B-WM 3:1 durch und liegt nun auf Platz zwei

Katowice – Österreichs Eishockey-Nationalmannschaft hat am Sonntag im zweiten Spiel der B-WM in Kattowitz den zweiten Sieg erkämpft. Einen Tag nach dem 3:2 nach Penaltyschießen über Südkorea setzte sich die ÖEHV-Auswahl gegen Japan mit Mühe 3:1 (1:1, 0:0, 2:0) durch.

Kapitän Brian Lebler mit seinem 20. Teamtreffer (44.) und Raphael Herburger (51.) sicherten der Auswahl von Teamchef Daniel Ratushny im Schlussdrittel die drei Punkte. Nikolas Petrik hatte Österreich früh in Führung gebracht (3.), Seiji Takahashi gelang noch im ersten Drittel der Ausgleich (18.).

Österreich hat am ersten Wochenende zwar keine souveränen Erfolge eingefahren, ist im Kampf um den angepeilten Aufstieg aber noch im Rennen. Die Mannschaft liegt in der Tabelle einen Zähler hinter Slowenien auf Rang zwei. Nach einem Tag Pause geht es mit den Duellen gegen Italien am Dienstag (16.30 Uhr) und Gastgeber Polen am Mittwoch (20 Uhr/beide live ORF Sport +) weiter.

Die Österreicher setzten gegen die Japaner, die zum Auftakt Slowenien mit 1:7 unterlegen waren, in den ersten Minuten um, was gefordert worden war. Sie machten vom ersten Bully weg viel Druck und sorgten für Verkehr vor dem gegnerischen Tor. Der Lohn war eine frühe Führung durch Nikolas Petrik, dessen Schuss noch leicht abgefälscht wurde (3.). Mitte des ersten Drittels ließ der Druck aber nach und im ersten Powerplay schlugen die Japaner durch Takahashi zu (18.).

Im Mittelabschnitt übernahm die Auswahl von Daniel Ratushny wieder das Kommando, doch zwingende Torchancen waren selten. Umso schöner dafür die neuerliche Führung nach einem Konter, den Lebler nach Vorarbeit von Herburger und Manuel Geier erfolgreich abschloss. Sieben Minuten später profitierte Herburger von der Vorarbeit seiner beiden Sturmpartner und sorgte für die endgültige Entscheidung.

Slowenien ohne Punkteverlust

Slowenien wurde auch in seinem zweiten Match seiner Favoritenrolle gerecht. Die Auswahl von Teamchef Nik Zupancic fanden mit Italien allerdings einen harten Gegner vor, der erst im Finish mit 3:1 (1:0, 0:1, 2:0) besiegt werden konnte.

Die Slowenen setzten sich dank Powerplay-Treffern von Jurij Repe (14.), Ziga Jeglic (46.) und Sabahudin Kovacevic (60./Empty Net) durch. Für die Italiener erzielte Giulio Scandella den zwischenzeitlichen Ausgleich (27.). Südkorea überraschte mit einem 4:1 (0:0, 2:0, 2:1) gegen Gastgeber Polen. (APA, red, 24.4.2016)

B-WM in Polen, Sonntag

Österreich – Japan 3:1 (1:1, 0:0, 2:0)
Tore: N. Petrik (3.), Lebler (44.), Herburger (51.) bzw. Takahashi (18./PP)

Slowenien – Italien 3:1 (1:0, 0:1, 2:0)
Tore: Repe (14./PP), Jeglic (46./PP), Kovacevic (60./PP und Empty Net) bzw. Scandella (27.)

Polen – Südkorea 1:4 (0:0, 0:2, 1:2)
Tore: Pasiut (49.) bzw. Swift (22., 25., 51.), S.W. Kim (59./Empty Net)

Tabelle:

1. Slowenien 2 2 0 0 0 10:2 8 6
2. Österreich 2 1 1 0 0 6:3 3 5
3. Südkorea 2 1 0 1 0 6:4 2 4
4. Italien 2 1 0 0 1 4:4 0 3
5. Polen 2 0 0 0 2 2:7 -5 0
6. Japan 2 0 0 0 2 2:10 -8 0

Stimmen zum 3:1 gegen Japan:

Daniel Ratushny (Teamchef Österreich): "Die ersten neun, zehn Minuten waren sehr, sehr gutes Eishockey. Danach haben wir ein bisschen die Intensität verloren. Das letzte Drittel gibt uns sehr viel Momentum und Energie. Gute Defensive ist sehr wichtig, aber im Eishockey musst du auch Tore machen. Heute hatten wir ein bisschen mehr Druck auf das Tor, mehr Torchancen als im ersten Spiel gegen Südkorea."

Bernhard Starkbaum (Torhüter Österreich): "Hart erkämpft, aber Sieg ist Sieg. Wir hatten das ganze Spiel gute Chancen und haben dominiert. Wir haben gewusst, die Japaner sind eisläuferisch stark und kämpfen sehr hart, aber wir haben dagegen gehalten."

Nikolas Petrik (Torschütze Österreich): "Drei Punkte sind drei Punkte. Man kann zufrieden sein, aber wir haben uns wieder extrem schwergetan, vor allem mit dem Tore schießen. Wir waren über weite Strecken die dominante Mannschaft , aber vor dem Tor müssen wir giftiger werden, vor allem vorausschauend auf die nächsten Spiele."

Raphael Herburger (Torschütze Österreich): "Alle Teams sind ausgeglichen, es wird immer enger. Positiv ist, dass wir vier ausgeglichene Linien haben, dass alle kämpfen und es keinen Unterschied gibt, das macht sich bezahlt."

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    foto: getty images
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