Bestes FPÖ-Bundesergebnis, nur in Kärnten gab es mehr

24. April 2016, 17:00
37 Postings

Norbert Hofer fährt für die Freiheitlichen einen Rekord ein. Nur bei Kärntner Landtagswahlen gab es dreimal über 40 Prozent

Wien – Mit 1,5 bis 1,6 Millionen Stimmen und über 35 Prozent laut Hochrechnungen kommt FPÖ-Präsidentschaftskandidat Norbert Hofer auf das weitaus beste Ergebnis, das die Freiheitlichen je bei Bundeswahlen schafften. Nur in Kärnten war der Stimmenanteil unter Jörg Haider und Gerhard Dörfler von 1999 bis 2009 noch höher. Das bisher beste Bundeswahlresultat waren 27,5 Prozent bei der ersten EU-Wahl.

Die vorher vier Bundespräsidenten-Kandidaten der FPÖ schnitten nicht einmal halb so stark ab wie Hofer. Sie bekamen zwischen 15,2 und 16,9 Prozent – der beste Wert stammt von Willfried Gredler, den 1980 751.400 Österreicher favorisierten.

Bei bundesweiten Wahlen haben schon mehrfach mehr als eine Million Österreicher die FPÖ gewählt: Bei der Nationalratswahl 1999 – wo es dann zur schwarz-blauen Koalition kam – kreuzten 1,244.087 die Blauen an. Das bedeutete einen Stimmenanteil von 26,9 Prozent. Bei der Wahl 2013 blieb die FPÖ mit 962.313 Stimmen recht deutlich unter der Millionengrenze. Damit hatten 20,5 Prozent FPÖ gewählt. In den Umfragen liegt die FPÖ seit längerem über 30 Prozent – bis zu 33/34 Prozent – und damit auf Platz eins.

27,5 Prozent bei EU-Wahl

Auch bei der ersten EU-Wahl 1996 gab es knapp mehr als ein Million Stimmen für die FPÖ. Das bedeutete den bisher besten Stimmenanteil bei einer bundesweiten Wahl, 27,5 Prozent. Vor zwei Jahren entschieden sich bei der EU-Kür wenig mehr als eine halbe Millionen und 19,7 Prozent für die FPÖ.

Bei Landtagswahlen sticht in der Liste der besten blauen Ergebnisse Kärnten hervor, wo die FPÖ (kurzfristig als BZÖ) mit Jörg Haider und dann Gerhard Dörfler bis zur Wahl 2014 auch den Landeshauptmann stellte. Dreimal, 1999, 2004 und 2009, gab es Werte über der 40er-Grenze. Nach den 33,3 Prozent in Kärnten im Jahr 1994 folgen zwei Länder, in denen im Vorjahr gewählt wurde – Wien (30,8) und Oberösterreich (30,4). Schon damals war der Flüchtlingsstrom das große Thema, und die FPÖ legte in überraschend hohem Ausmaß zu. Wien zählt allerdings gar nicht zu den großen Erfolgen der FPÖ: Denn Landeshauptchef Heinz-Christian Strache hatte den ersten Platz und den Bürgermeistertitel im Auge, aber die SPÖ Michael Häupls verteidigte klar ihren ersten Platz. (APA, 24.4.2016)

Share if you care.