BSI-Präsident warnt vor Hack-Angriffen auf Autos und Flugzeuge

24. April 2016, 09:31
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"Schwere Unfälle wären möglich", erklärt Arne Schönbohm

Das deutsche Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) hat vor Hackerangriffen auf Autos oder Flugzeuge gewarnt. Der neue BSI-Präsident Arne Schönbohm sagte im Interview mit der "Welt am Sonntag": "In den USA sind bereits Autos gehackt worden." Es sei nur noch ein kleiner Schritt, bis jemand versuche, Bremsen zu manipulieren. "Schwere Unfälle und Todesfälle wären dann möglich", sagte Schönbohm.

Bedrohungsszenarien

Schönbohm appellierte, die Gefahren durch den technischen Fortschritt ernst zu nehmen: "Wir dürfen nicht nur über Digitalisierung reden, sondern brauchen gleichzeitig auch ein Mindestmaß an Cybersicherheit", sagte der BSI-Chef. Es gebe das Szenario, bei dem es in Europa nach einem Stromausfall dunkel werde. "Dass sich Hacker Zugang zu Atomreaktoren verschaffen und die zum Explodieren bringen, halte ich allerdings für Quatsch", fügte Schönbohm hinzu.

Insgesamt stellen nach Angaben des BSI-Präsidenten allerdings Smartphones das größte Sicherheitsrisiko dar. "96 Prozent aller Schadsoftware werden in das weit verbreitete Android-Betriebssystem eingeschleust mit dem Ziel, Daten zu stehlen und den Besitzer damit zu erpressen", sagte Schönbohm. (Reuters, 24.04.2016)

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