Liverpools Sakho fällt durch Doping-Test

23. April 2016, 17:01
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Verfahren gegen Verteidiger nach Verwendung verbotener Fatburner – Englischer Premierligist nimmt Franzosen aus dem Kader

Liverpool – Der französische Fußball-Nationalspieler Mamadou Sakho vom FC Liverpool ist durch einen Dopingtest gefallen. Wie der englische Premierligist am Samstag bestätigte, sei man von der UEFA darüber unterrichtet worden, dass eine Untersuchung gegen Sakho wegen der Verletzung der Anti-Doping-Richtlinien eingeleitet worden sei.

"Der Spieler ist derzeit nicht suspendiert. Aber der Klub hat in Übereinstimmung mit dem Spieler entschieden, dass er dem Kader nicht zur Verfügung steht, solange der Prozess läuft", hießt es in einer Mitteilung Liverpools. Das Team von Trainer Jürgen Klopp empfing am Samstag in der Meisterschaft Newcastle United (2:2), am Donnerstag steht das Halbfinal-Hinspiel in der Europa League bei Villarreal auf dem Programm.

Französischen Medienberichten zufolge wurde der 26 Jahre alte Innenverteidiger nach dem 1:1 im Achtelfinal-Rückspiel seines Teams in der Europa League gegen Manchester United am 17. März positiv auf einen nicht erlaubten Fatburner getestet. Es ist anzunehmen, dass der Spieler nun die Öffnung der B-Probe verlangen wird. Die Frist dafür läuft noch bis kommenden Dienstag.

Keine Konsequenzen für die Reds

Sakho hatte in den beiden Viertelfinal-Spielen der Europa League gegen Borussia Dortmund (1:1/4:3) jeweils über die komplette Distanz gespielt und im Rückspiel das 3:3 erzielt. Auf die Spielwertung hat ein positiver Dopingtest aber keine Auswirkung. Laut UEFA-Regularien kann ein Verein nur dann von einem Bewerb ausgeschlossen werden, wenn mindestens zwei seiner Spieler im selben Match gegen Dopingbestimmungen verstoßen. Allerdings droht Sakho das Aus für die EM im eigenen Land (10. Juni bis 10. Juli).

Sein Liverpool-Kollege Kolo Touré wurde 2011 nach einem ähnlichen Vergehen von Englands Fußballverband für sechs Monate gesperrt, Touré war zu dieser Zeit bei Manchester City engagiert.

Klopp wollte zur Sache vor dem Spiel gegen Newcastle, das Sakho im übrigen von der Tribüne in Anfield verfolgte, nicht viel sagen. Es wäre besser, dies in gewählten Worten zu tun, so der Deutsche, und verwies auf das offizielle Statement seines Arbeitgebers. "Mehr sollte ich dazu nicht sagen, ich weiß auch nicht genug, um mehr zu sagen", so Klopp bei Sky Sports News. (sid, red, 23.4. 2016)

  • Mamadou Sakho ist zwar nicht gesperrt, wird von Liverpool in nächster Zukunft aber nicht mehr eingesetzt werden.
    foto: reuters/mcnaughton

    Mamadou Sakho ist zwar nicht gesperrt, wird von Liverpool in nächster Zukunft aber nicht mehr eingesetzt werden.

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