IS bekennt sich zu Mord an Professor in Bangladesch

23. April 2016, 19:18
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58-Jähriger mit Macheten niedergestreckt – Gewaltwelle gegen säkulare Aktivisten

Dhaka – Die Jihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) hat sich zu einer tödlichen Macheten-Attacke auf einen Englisch-Professor in Bangladesch bekannt. Zur Begründung hieß es am Samstag, der Hochschullehrer habe zu "Gottlosigkeit" aufgerufen. Die IS-eigene Nachrichtenagentur Amak veröffentlichte die Erklärung.

Der Professor Reaul Karim Siddique war am Samstag in Rajshahi im Nordwesten des Landes auf dem Weg zum Bus von hinten attackiert worden. Die Angreifer stachen laut Polizei mehrmals zu und schlitzten dem 58-Jährigen den Hals auf. Der Professor unterrichtete an der staatlichen Hochschule der Stadt.

Die Bevölkerung im offiziell säkularen Bangladesch ist mehrheitlich muslimisch. Mutmaßliche Islamisten hatten in den vergangenen Jahren mehrere säkulare Blogger und Aktivisten getötet. Erst Anfang April wurde ein Student, der sich gegen islamischen Fundamentalismus eingesetzt hatte, durch Machetenhiebe und einen Schuss getötet. Die Polizei machte eine Islamistengruppe dafür verantwortlich. (APA, 23.4.2016)

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