Obduktion brachte keine Hinweise auf Princes Todesursache

23. April 2016, 14:29
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Weder Hinweise auf Suizid noch auf Überdosis oder Gewaltverbrechen

Minneapolis – Nach dem überraschenden Tod von Prince gibt es keine Hinweise auf einen Suizid oder eine Überdosis Drogen oder ein Verbrechen. Dies teilten Behördenvertreter nach der Obduktion im US-Bundesstaat Minnesota mit. Damit hielt das Rätselraten über die Todesursache des Musikers auch am Wochenende an. Weltweit trauerten Fans weiter um ihr Idol, das als eines der größten Pop-Genies gilt.

"Wir haben zu diesem Zeitpunkt keinen Grund zu glauben, dass dies ein Suizid war", sagte der Polizeichef des Verwaltungsbezirks Carver County, Jim Olson. Nach seinen Angaben wurden bei der vierstündigen Obduktion auch keine Spuren von äußeren Einwirkungen gefunden. Hinweise auf einen Drogenmissbrauch gebe es nach derzeitigen Erkenntnissen ebenfalls nicht, teilte eine Sprecherin des zuständigen Gerichtsmediziners mit.

Bis der endgültige Obduktionsbericht vorliegt, können noch mehrere Wochen verstreichen. Der leblose Körper des 57-jährigen Musikers war am Donnerstag auf seinem Anwesen Paisley Park in Chanhassen, einem Vorort der Großstadt Minneapolis, gefunden worden.

Widersprüchliche Angaben über Grund für Krankenhausaufenthalt

Die Website "TMZ" hatte berichtet, Prince sei sechs Tage vor seinem Tod wegen einer Überdosis in einem Krankenhaus behandelt worden. Nach der ungeplanten Zwischenlandung seiner Maschine am Freitag vergangener Woche in der Stadt Moline im US-Bundesstaat Illinois sei ihm dort im Krankenhaus ein Gegenmittel gegen eine Überdosis an Opiaten gespritzt worden, schrieb "TMZ" unter Berufung auf "zahlreiche Quellen" in Moline. Entgegen der Empfehlung der Ärzte sei Prince nicht 24 Stunden zur Beobachtung in der Klinik geblieben, sondern habe sie bereits nach drei Stunden wieder verlassen.

In der vergangenen Woche hatte es dagegen in Medienberichten geheißen, Prince sei wegen einer Grippe in das Krankenhaus gebracht worden. Demnach fühlte er sich nach einem Konzert in Atlanta derart unwohl, dass sein Privatjet in Moline zwischenlanden musste.

Am vergangenen Wochenende lud Prince dann rund 200 Fans auf sein Anwesen ein, um seine Genesung zu feiern. Er habe den Fans versichert, dass es ihm besser gehe, schrieb die Zeitung "Star Tribune". Den Gästen habe er zugerufen: "Wartet noch ein paar Tage, ehe ihr eure Gebete verschwendet."

Fans trauern am Prince-Anwesen Paisley Park

Hunderte Fans strömten auch am Freitag zum Prince-Anwesen Paisley Park. Sie legten dort Blumen in seiner Lieblingsfarbe Purpur nieder und entzündeten Kerzen. Die Mitarbeiter des US-Stars versorgten die Menge am Abend mit Pizza.

Der Tod des des 57-Jährigen hatte weltweit Bestürzung hervorgerufen. Zahlreiche Prominente wie Sängerin Madonna, Rolling-Stones-Frontmann Mick Jagger und US-Präsident Barack Obama würdigten Prince als einzigartigen Musiker.

Als Hommage an den US-Superstar wird dessen Film "Purple Rain" in den kommenden Tagen in mehr als 150 Kinos in den USA gezeigt. Der Streifen wird von Samstag bis Donnerstag in vielen größeren Städten der Vereinigten Staaten laufen, unter anderem in neun Lichtspielhäusern in der Region von Minneapolis, der Geburtsstadt von Prince. Der Film "Purple Rain" von Albert Magnoli kam 1984 heraus. Das gleichnamige Album gilt vielen als eines der besten Alben der Pop-Geschichte. In Wien zeigt das Gartenbaukino am 7. Mai den Film. (APA, 23.4.2016)

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