Merkel organisiert für den US-Präsidenten einen Minigipfel

22. April 2016, 17:26
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Nach Großbritannien ist Deutschland die letzte Station auf der wohl letzten Europa-Reise Barack Obamas als US-Präsident.

If it's Sunday, this must be Germany ... Nach seinem Besuch in London geht es für Barack Obama nicht wieder nach Hause zurück, sondern weiter nach Deutschland. Berlin lässt der US-Präsident bei seinem wohl letzten Deutschland-Besuch links liegen, stattdessen beehrt er Hannover.

Am Sonntag eröffnet er gemeinsam mit der deutschen Kanzlerin Angela Merkel die weltgrößte Industrieschau: die Hannover-Messe. Es ist das erste Mal, dass ein US-Präsident dies tut. Auch beim traditionellen Rundgang der Kanzlerin am Montag ist er dabei.

Widerstand gegen TTIP

Zum Abschied organisiert Merkel Obama dann noch einen Minigipfel. Sie hat den britischen Premier David Cameron, den französischen Präsidenten François Hollande und den italienischen Ministerpräsidenten Matteo Renzi für Montag nach Hannover geladen. Besprochen werden Themen, die "auf der internationalen Tagesordnung" stehen: Syrien, Russland/Ukraine, Libyen, Migration und der Antiterrorkampf.

Am Freitag verteidigte Merkel noch einmal das Freihandelsabkommen TTIP zwischen den USA und Europa, doch auch in Deutschland wächst die Ablehnung. Mittlerweile lehnt laut Bertelsmann-Umfrage jeder Dritte das Abkommen völlig ab. In Hannover wird es Samstag auch eine große Anti-TTIP-Demo geben. (Birgit Baumann, 22.4.2016)

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