Verloren geglaubt: Humboldt-Uni erhält Grimm-Bücher zurück

22. April 2016, 15:08
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Zwei barocke Ausgaben galten als Kriegsverlust

Berlin – Die Bibliothek der Berliner Humboldt-Universität hat zwei verloren geglaubte Bücherschätze der Brüder Grimm zurückbekommen. Die barocken Ausgaben, darunter eine reich illustrierte Ausgabe des satirische Schelmenromans "Simplicissimus" von 1685, galten als Kriegsverlust, teilte die Hochschule am Freitag mit.

Sie waren mit vielen anderen Büchern 1943 aus Sorge vor Bomben und Plünderungen in ein Salzbergwerk in Sachsen-Anhalt ausgelagert worden. Dort wurden die Ausgaben wahrscheinlich entwendet, sagte Yong-Mi Rauch, Leiterin der Historischen Sammlungen, am Freitag der Deutschen Presse-Agentur.

Aus privatem Besitz gelangten die beiden Bände nun an ein Münchner Auktionshaus, das die Uni wegen der eindeutigen Stempel anrief. Vor der Auktion habe man sich über einen Ankauf verständigt, berichtete Rauch. Über die Kaufsumme machte sie keine Angaben. Die HU besitzt mit 6.000 Bänden einen großen Teil der Privatbibliothek der Sprachwissenschafter und Volkskundler Jacob und Wilhelm Grimm. (APA, 22.4.2016)

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