Fuchs: "Wir haben gar keinen Druck"

22. April 2016, 14:53
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Leicester vor nächstem Schritt Richtung Meistertitel – Im Heimspiel gegen Swansea ohne Top-Goalgetter Vardy – Prödl hofft mit Watford auf FA-Cup-Finale

London – Englands Sensationsteam Leicester City steht am Sonntag vor dem nächsten Schritt Richtung Fußball-Meistertitel. Der Club von ÖFB-Teamkapitän Christian Fuchs empfängt am Sonntag in der viertletzten Runde Swansea. Der fünf Punkte zurückliegende härteste Widersacher Tottenham tritt am Montag vor eigenem Publikum gegen West Bromwich an.

Im Duell mit den Walisern muss Leicester allerdings auf Jamie Vardy verzichten – der Top-Goalgetter ist nach seinem Ausschluss vor einer Woche gegen West Ham gesperrt. Dennoch geht Fuchs davon aus, dass seine Truppe auch ohne den 22-fachen Saisontorschützen reüssieren kann. "Ich glaube, wir werden mit dem Ausfall von Vardy umgehen können. Wir haben Selbstvertrauen und Qualität", sagte der Niederösterreicher der BBC.

Für Vardy dürfte Leonardo Ulloa in die Startformation rücken. Erst am vergangenen Sonntag erzielte der Argentinier gegen West Ham kurz vor Schluss aus einem Elfmeter das 2:2. "Jedes Mal, wenn er von der Bank gekommen ist, hat er eine gute Leistung gebracht", sagte Fuchs über Ulloa.

Fuchs: "Wir haben nichts zu verlieren"

Gelassen zeigte sich der 30-Jährige auch im Zusammenhang mit der aktuell starken Form von Verfolger Tottenham, der zuletzt am Montag einen souveränen 4:0-Auswärtssieg gegen Stoke feierte. "Da haben sie großartig gespielt, aber der Druck auf uns hat sich deswegen nicht erhöht. Wir haben gar keinen Druck, denn niemand hätte erwartet, dass wir vier Runden vor Schluss mit fünf Punkten Vorsprung auf Platz eins stehen. Wir haben nichts zu verlieren", betonte Fuchs.

Dieser Meinung schloss sich auch sein Trainer Claudio Ranieri an. "Besorgt waren wir zu Saisonbeginn, als es darum ging, so schnell wie möglich 40 Punkte zu holen. Jetzt genießen wir die Situation", erklärte der Italiener. "Wir haben es in unseren Händen. Wenn wir den Titel gewinnen, okay. Wenn ihn eine andere Mannschaft gewinnt, auch okay."

Leicester könnte theoretisch auch noch vom zehn Punkte zurückliegenden Arsenal eingeholt werden. Einziger ernst zu nehmender Rivale ist aber Tottenham mit Stürmerstar Harry Kane. "Wir wollen alle unseren restlichen Spiele gewinnen und dann schauen wir, was herauskommt", sagte der englische Teamspieler. Sein Clubkollege Kevin Wimmer dürfte neuerlich auf der Bank Platz nehmen, weil Stamm-Innenverteidiger Jan Vertonghen wieder fit ist.

Wimmers ÖFB-Teamkollege Sebastian Prödl kämpft mit seinem Club Watford am Sonntag im Londoner Wembley-Stadion um den Einzug ins FA-Cup-Finale. Sollten sich die "Hornets" gegen Crystal Palace durchsetzen, wäre der Steirer der erste Österreich seit Paul Scharner im Endspiel des traditionsreichen Bewerbs. Der mittlerweile abgetretene Defensivspieler hatte 2013 mit Wigan den Pokal in die Höhe gestemmt. Bereits am Samstag wird ebenfalls in Wembley im Duell zwischen Manchester United und Everton der erste Finalist ermittelt. (APA, 22.4.2016)

  • Christian Fuchs gibt sich vor der entscheidenden Phase entspannt.
    foto: reuters/recine

    Christian Fuchs gibt sich vor der entscheidenden Phase entspannt.

  • Auch in Thailand zählt man auf Leicester.
    foto: reuters/silva

    Auch in Thailand zählt man auf Leicester.

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