"Bompeln": Augsburg testet Bodenampeln für Smartphone-Zombies

22. April 2016, 15:00
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Im Boden versenkte Signalgeber sollen Unfälle verhindern – Pilotprojekt gestartet

Smartphones sind aus dem Alltag nicht mehr wegzudenken. Fast jeder besitzt eines und nicht wenige Menschen lassen ihren Blick regelmäßig über das Display schweifen, um keine Neuigkeiten auf sozialen Netzwerken und Messengern zu verpassen. Ein Phänomen, das im Straßenverkehr zu gefährlichen Situationen führen kann und übereifrigen Handynutzern die Bezeichnung "Smombies" (Smartphone-Zombies" beschert hat.

Die Stadtwerke Augsburg wollen nun Maßnahmen ergreifen, um diese spezielle Verkehrsteilnehmergruppe und ihre Mitbürger vor Unglücksfällen zu bewahren. Zu diesem Zweck hat man ein Pilotprojekt gestartet und mit der Installation von Bodenampeln begonnen.

Testbetrieb an zwei Straßenbahn-Stationen

Die "Bompeln", so der Kosename für die Signalgeber, sollen durch ihre "Bodenständigkeit" für Smartphone-Nutzer schwerer zu übersehen sein als herkömmliche Ampeln. Für den Testlauf wurden sie an zwei Übergängen bei Straßenbahnhaltestellen installiert.

Die Lichtersind auch aus größerer Entfernung gut wahrnehmbar. Sie leuchten im Regelfall durchgehend rot, beginnen aber zu blinken, sobald sich die reguläre Fußgängerampel auf rot schaltet und eine Straßenbahn einfährt.

Kosten

Laut Auskunft der Stadtwerke Augsburg gegenüber dem STANDARD ist das System seit 20. April in Betrieb und soll rund ein halbes Jahr auf Akzeptanz und Effektivität getestet werden. Anschließend wird entschieden, ob eine Ausweitung erfolgt.

Die Kosten für die "Bompeln" belaufen sich pro Installation auf einen "niedrigen fünfstelligen Betrag". (gpi, 22.04.2016)

  • Die roten LEDs beginnen zu blinken, wenn die reguläre Fußgängerampel auf rot stellt.
    foto: swa / thomas hosemann

    Die roten LEDs beginnen zu blinken, wenn die reguläre Fußgängerampel auf rot stellt.

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