Langjähriger TU-Rektor Peter Skalicky wird 75

24. April 2016, 13:00
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Von 1995 bis 1999 war der Physiker Vorsitzender der Rektorenkonferenz

Wien – Peter Skalicky war 20 Jahre lang Rektor der Technischen Universität (TU) Wien und hat nicht nur als Vorsitzender der Rektorenkonferenz – mittlerweile Universitätenkonferenz –, sondern auch in seiner Funktion als stellvertretender Vorsitzender des Forschungsrats die österreichische Hochschul- und Forschungspolitik mitgeprägt. Am Montag (25.4.) wird der Technische Physiker 75 Jahre alt.

Zurückgehalten hat sich Skalicky nie, wenn es darum ging, Missstände in der Uni- und Forschungslandschaft aufzuzeigen. Das hat ihm wohl zwei Amtsperioden lang den Job als Rektorenchef gebracht, ihn möglicherweise aber auch einen Posten ein paar Ebenen höher gekostet: 1994 war er als Spitzenkandidat des damaligen Wissenschaftsministers Erhard Busek (ÖVP) für den Posten des EU-Forschungskommissars in Brüssel im Gespräch.

Werdegang

Skalicky wurde am 25. April 1941 in Berlin als Kind österreichischer Eltern geboren. Nach der Matura in Wien studierte er an der Technischen Hochschule in Wien Technische Physik – nicht zuletzt auf Empfehlung seines Vaters: Ursprünglich wollte Skalicky Chirurg werden. Er spezialisierte sich neben der Elektronenmikroskopie, die er weniger als Wissenschaft und mehr als Kunst betrachtet, vor allem auf die Röntgen- und Elektronenbeugung in der Festkörperphysik.

1973 habilitierte sich Skalicky, 1979 wurde er zum Ordentlichen Professor für Angewandte Physik an der TU Wien berufen. 1991 erfolgte seine Wahl zum Rektor der TU Wien, eine Funktion, die er bis 2011 innehatte. 1995 übernahm er auch den Vorsitz in der Rektorenkonferenz für zwei Amtsperioden, ehe er 1999 aufgrund von Meinungsverschiedenheiten diese Funktion frühzeitig zurücklegte. 2004 wurde er zum Officier de L'Ordre National du Merite ernannt.

2010 wurde Skalicky von der damaligen Wissenschaftsministerin Beatrix Karl in den Rat für Forschung und Technologieentwicklung (RFT) entsandt und zu dessen stellvertretendem Vorsitzenden gewählt. 2015 schied er aus diesem Gremium aus. Seit 2013 ist er Universitätsrat an der Montanuni Leoben. (APA, red, 24. 4. 2016).

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    foto: apa/hochmuth
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